Trotz guter Ausrüstung

Paar stürzt beim Abstieg vom Hochlecken in den Tod

Ein furchtbares Unglück hat am späten Samstagnachmittag einem Ehepaar aus Weyregg am Attersee am Hochlecken im Höllengebirge das Leben gekostet. Die beiden Oberösterreicher waren beim Abstieg mit den Steigeisen offenbar ausgerutscht und bis zu 300 Meter in die Tiefe gerutscht. Sie waren sofort tot.

Das aus Weyregg stammende Ehepaar L. befand sich Samstagnachmittag im Rahmen einer privaten Alpintour beim Abstieg vom Hochleckenhaus. Der Himmel war blau, die Sonne strahlend schön und der Schnee pickelhart. Der 56-Jährige und seine 54-jährige Gefährtin waren gut ausgerüstet. „Sie hatten auf den Schuhen jeweils Steigeisen montiert“, sagt Kerstin Hinterecker, Sprecherin der Landespolizeidirektion.

Mitgerissen
In etwa 1300 Metern Höhe passierte dann das Unglück. Einer der beiden ist offenbar ausgerutscht und dürfte den anderen dabei mitgerissen haben. Das Paar fand keinen Halt mehr, rutschte etwa 200 bis 300 Meter auf der gefrorenen Schneedecke bergab. „Sie sind dann noch über eine Felsstufe gestürzt“, so Hinterecker. Die Hobby-Alpinisten dürften sofort tot gewesen sein.

Drei Zeugen
Drei Skitourengeher wurden Zeugen des Unglücks, sie alarmierten sofort die Einsatzkräfte. Alpinpolizisten aus Gmunden, die Bergrettung Traunkirchen sowie der Notarzthelikopter Martin 3 wurden gegen 16.30 Uhr angefordert. Die beiden Toten konnten gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit geborgen werden. Am Sonntag wird die Unfallstelle noch einmal mit einem Hubschrauber abgeflogen.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

Jürgen Pachner
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