Kunde unter Opfern

Überfall auf Supermarkt: Das sind die Geiselnehmer

Noch fehlt jede Spur von den Supermarkt-Räubern, die am Samstagabend fünf Geiseln genommen und in Angst und Schrecken versetzt haben. Doch die Ermittler sind dem Pistolen-Duo dicht auf den Fersen: Nun wurden bereits Fahndungsfotos veröffentlicht, die die Verdächtigen während des Überfalls auf die Billa-Filiale in Niederösterreich zeigen. So hofft man, die Gesuchten, die mit ihrer Beute zu Fuß vom Tatort geflüchtet waren, möglichst rasch zu identifizieren und zu fassen.

Die Landespolizeidirektion veröffentlichte nach dem Coup in Günselsdorf im Bezirk Baden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Lichtbilder der Verdächtigen. Zudem wurden weitere Details zu den Männern - beide sprachen in gebrochenem Deutsch und Englisch mit ausländischem Akzent - bekannt gegeben:

Verdächtiger Nr. 1
Bei dem etwa 1,60 Meter großen Verdächtigen von „untersetzter Statur“, wie es seitens der Polizei hieß, soll es sich um einen Mann im Alter von etwa 25 Jahren handeln. Er trug einen blauen Camping-Rucksack bei sich, der von den Ermittlern der Spurensicherung am Tatort gefunden wurde.

Verdächtiger Nr. 2
Sein Komplize dürte etwa 30 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß sein. Er trug ebenfalls eine dunkle Hose und eine Kapuzenjacke. Der Verdächtige - auf einem der Fahndungsfotos hält er eine Pistole in der Hand - habe „auffällige Geheimratsecken“ sowie eine Verletzung im Bereich des rechten Auges.

Hotel durchsucht
Das Landeskriminalamt ermittelt in dem Fall auf Hochtouren. Am Sonntag wurde zudem bereits ein nahe gelegenes Hotel durchsucht. Möglicherweise waren die Täter dort vor dem Coup einquartiert.

Hinweise werden an das Landeskriminalamt Niederösterreich (Tel.: 059133/30-1116) oder jede andere Polizeidienststelle erbeten.

Auch Kunde als Opfer
Zudem wurde bekannt, dass unter den fünf als Geiseln genommenen Menschen auch ein Kunde des Supermarkts war. Dieser hatte sich gemeinsam mit drei Angestellten im Filialbüro aufgehalten. „Dort wurden die vier Personen von den Räubern überrascht“, teilte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner mit. Ein weiterer Geschäftsmitarbeiter war bereits an der Kasse bedroht und von den Tätern ins Büro bugsiert worden. Alle fünf Geiseln wurden gefesselt.

Schuss verfehlt Verdächtigen
Die Verdächtigen waren am Samstagabend gegen 18 Uhr in die Filiale in Günselsdorf gestürmt. Der Tresor wurde geplündert. Als die Polizei anrückte, kam es zu einer besonders brenzligen Situation: Ein Beamter schoss auf einen Verdächtigen, verfehlte ihn aber knapp. Das Täter-Duo flüchtete anschließend zu Fuß, hatte dabei zunächst sogar eine der Geiseln in seiner Gewalt. „Das geschah noch bevor die Unterstützungsstreifen eingetroffen sind“, sagte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner. Ein Geldbetrag in unbekannter Höhe wurde erbeutet.

Bereits der fünfte Überfall binnen drei Wochen
Der Überfall in Günselsdorf war bereits der fünfte auf einen Lebensmittelmarkt in Niederösterreich innerhalb der vergangenen drei Wochen. Am 30. Jänner in St. Andrä-Wördern und am 5. Februar in Klosterneuburg (jeweils Bezirk Tulln) hatte ein Täter Angestellte mit einem Messer bedroht. In Hollabrunn waren am 25. Jänner zwei mit Faustfeuerwaffen und einem Vorschlaghammer bewaffnete Unbekannte am Werk gewesen. Das Duo hatte zwei Mitarbeiterinnen gefesselt, eine Angestellte wurde leicht verletzt. Am 8. Jänner hatte ein Räuber in Tulln ein Küchenmesser gezückt, eine Angestellte bedroht, in die offene Kassenlade gegriffen und war mit der Beute geflüchtet. Zusammenhänge des aktuellen Falles mit diesen vier Supermarktüberfallen „werden überprüft“, teilte Schwaigerlehner mit.

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