27.01.2019 08:30 |

ÖVP-Offensive

Politischer Druck für Bahntunnel

Kritik der Opposition am ÖVP-Antrag im Landtag zu den Bahn-Tunnel beim Pass Lueg. Die Initiative zielt darauf ab, das Projekt vorzuziehen. Allerdings steht die krisensichere Verbindung bereits im Koalitionsvertrag der Landesregierung. Wozu also der Antrag aus eigenen Reihen? Landesrat Schnöll will eine breite Mehrheit.

Zwei Wochen lang war die Bahn-Verbindung beim Pass Lueg gesperrt, die Lawinengefahr war einfach zu hoch. Die Pläne für eine katastrophensichere Verbindung via zwei Tunnel liegt in den Schubladen der ÖBB – seit der gescheiterten Olympiabewerbung. Wieder auf der Agenda stehen diese nicht vor 2030. Doch was sieht das Projekt eigentlich vor?

„Es handelt sich bei dabei um einen Abschnitt der Tauernstrecke von insgesamt 5402 Metern. Dieses Projekt beinhaltet zwei Tunnelabschnitte von 2200 Metern (Hieflertunnel) bzw. 875 Metern (Ofenauertunnel) Länge. Der Fahrzeitgewinn beträgt dadurch knapp drei Minuten“, erklärt ÖBB-Sprecher Robert Mosser.

Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) will jetzt eine Vorziehung des Projekts erreichen, steht mit Bundesminister Norbert Hofer (FPÖ) in Kontakt. Einen Antrag dazu wird es von der ÖVP am Mittwoch im Landtag gegeben, was Verwunderung bei der Opposition auslöst. „Irgendwie ist das wirklich witzig, wenn der schwarze Landtagsklub dem schwarzen Landesrat einen Auftrag geben muss, etwas in dem Bereich zu tun“, heißt es aus der SPÖ. Schnöll erklärt: „Mit dem Antrag wollen wir mit einer großen Mehrheit gemeinsam mehr Druck aufbauen.“

Felix Roittner
Felix Roittner
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