Zugzwang steigt

Kampf um Personal: Firmen müssen schneller werden

Oberösterreich
22.01.2019 19:30

Im Vorjahr waren weniger Jugendliche ohne Job, auch die Arbeitslosigkeit bei Menschen, die älter als 50 Jahre sind, ging zurück, zugleich stieg die Zahl der Beschäftigten in unserem Bundesland auf 665.700 Personen. „So viele wie noch nie waren berufstätig“, so Gerhard Straßer, Geschäftsführer des Arbeitsmarktservice OÖ.

Doch: Eine Zahl blieb 2018 auf gleichbleibend hohem Niveau - die Zahl der offenen Stellen! 19.543 Arbeitsplätze blieben laut der Statistik des Arbeitsmarktservice allein im Dezember unbesetzt. Das drückt auch auf die Laune von Gerhard Straßer. Der Fachkräftemangel und die größer werdende Not der Unternehmen, geeignete Mitarbeiter zu finden, bringt nämlich auch das AMS unter Zugzwang, wo man mit Budgetkürzungen leben muss.

Erste Betriebe denken um
Im Kampf um neues Personal sieht der Geschäftsführer des Arbeitsmarktservice OÖ aber auch den Ball bei Firmen, die ihre Hausaufgaben besser machen könnten. „Bewerbungsverfahren dauern zu lange“, stellt er fest. Oft ist dann ein potenzieller Kandidat wieder weg vom Markt. Erste Betriebe denken um. So verriet ein Unternehmer zuletzt Straßer, dass die Zusage an Lehrlinge bereits jetzt erfolgt und damit deutlich früher als sonst, damit die Jugendlichen sich nicht anderweitig umsehen.

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