Dauerstreit mit ÖBB:

Leonding kämpft gegen eine noch größere Trennlinie

Der vierspurige Ausbau der Westbahnstrecke lässt in Leonding wieder einmal die Wogen hoch gehen. Der Gemeinderat erhöht nun mit einem einstimmigen Beschluss zur Tieferlegung und Einhausung den Druck auf die ÖBB, die andere Pläne verfolgt. Stadtchef Brunner schließt „massivem Widerstand“ nicht aus.

Seit 15 Jahren wird schon über den viergleisigen Ausbau der Westbahnstrecke in Leonding diskutiert. Immer wieder „schrumpfte“ die Länge der Einhausung und damit auch die Kosten. Statt ursprünglich 90 Millionen € könnte das Projekt bereits mit 60 Millionen € realisiert werden. „Die Drittel-Finanzierung durch Stadt, Land und ÖBB sind nicht das Problem“, knirscht der Leondinger SP-Stadtchef Walter Brunner.

Viele Vorteile durch Einhausung
Die ÖBB wollen die vorhandenen und tiefergelegten Gleise aufschütten und auf einer Ebene weiterbauen. „Das ergibt keinen Sinn“, wundert sich der Welser Architekt Maximilian Luger, der in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Situation analysierte: „Durch den Ausbau verdoppelt sich die Größe der Schneise mitten durch die Statt!“ Eine Tieferlegung und Einhausung würde den Vorteil bieten, dass über dem Tunnel eine Bebauung möglich wäre.

Widerstand aus Bevölkerung droht
Brunner hofft auf einen raschen Termin mit ÖBB, dem Verkehrsministerium und dem Verkehrslandesrat. Ein Einlenken schließt er aus. „Es gibt einen einstimmigen Beschluss des Gemeinderates. Auch die Bevölkerung will die Einhausung. Kommt sie nicht, könnte es massivem Widerstand geben!“

Mario Zeko
Mario Zeko
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