Mainz-Legionär im Talk

Phillipp Mwene - Absteiger mit Aufstiegsgarantie

Sein Revier ist die Außenbahn, sein Tempo und seine Technik sind beachtlich, seine Gegner sind Spieler von deutschen Bundesligisten und er ist Österreicher! Nein, die Rede ist NICHT von David Alaba, sondern von Phillipp Mwene! Mit viel Geduld und Beharrlichkeit ist der durch alle ÖFB-Nachwuchs-Nationalteams gegangene Wiener über die Jugend des VfB Stuttgart und den 1. FC Kaiserslautern in die Bundesliga zum FSV Mainz aufgestiegen. Und auch in Rheinland-Pfalz scheint noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht zu sein. sportkrone.at traf den (noch) 24-jährigen Wiener in Mainz zum Gespräch über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft!

krone.at: Phillipp, du bist seit Juli 2010 in Deutschland engagiert, hast bereits beim VfB Stuttgart und bei Kaiserslautern gekickt und bist nun bei Mainz aktiv. Von daher gleich zu Beginn die 100.000-Euro-Frage: Wie hast du es angesichts dieser langen Zeit bei den „Piefke“ geschafft, weiter so schön „österreichisch“ zu reden?
Phillipp Mwene: (lacht) Das weiß ich nicht! (überlegt kurz) Vielleicht liegt’s daran, dass ich schon zu Internatszeiten in Stuttgart immer viele Österreicher um mich herum hatte, etwa Kevin Stöger oder Adrian Grbic. Da muss man sich dann ja nicht so verändern.

krone.at: Seit vergangenem Sommer darfst du dich zum auserwählten Kreis der 28 österreichischen Fußballer in der Deutschen Bundesliga zählen - was bedeutet dir dieser Aufstieg in Deutschlands Fußball-Beletage?
Mwene: Da ist ein riesengroßer Traum in Erfüllung gegangen! Schon als ich 2010 meinen ersten Vertrag beim VfB unterschrieben habe, wollte ich so schnell wie möglich in die Bundesliga. So ist es halt nicht gekommen, ich musste den Umweg über die 3. und die 2. Liga nehmen. Aber ich habe auf jedem Niveau viel gelernt.

krone.at: Bislang hast du in Sachen Pflichtspiele sieben Mal „angeschrieben“ - zuletzt hat dich aber eine Knie-Prellung ins Abseits gestellt. Wie zufrieden bist du mit deiner ersten Halb-Saison in der Bundesliga?
Mwene: Ich bin natürlich sehr happy, dass ich die sieben Spiele machen durfte, drei Mal sogar von Anfang an. Und womöglich hätte ich auch im Spiel gegen Bremen begonnen, wenn da nicht die Verletzung dazwischengekommen wäre. Aber ich bin auch so froh, dass ich allen zeigen konnte, was ich kann...

krone.at: Wohl auch angesichts dessen, dass du nur als „Herausforderer“ für die Startelf geholt worden bist…
Phillipp: Genau! Ich konnte zeigen, dass ich da bin und dass man mich problemlos auf der Rechtsverteidiger-Position oder im Mittelfeld einsetzen kann. Das ist für mich der erste wichtige Schritt gewesen, mich auf dem Niveau zu präsentieren und zu zeigen, dass ich voll dazugehöre...

krone.at: Apropos Knieprellung: Ist die Frau Mama einverstanden damit, wie deine Blessur von der medizinischen Abteilung von Mainz behandelt wird? Sie verfügt ja immerhin über eine gewisse Expertise…
Mwene: (lacht) Ja, genau! Sie ist im AKH in Wien Krankenschwester, schon seit über 20 Jahren. Natürlich hat sie mich früher sehr viel gepflegt, wenn ich mal Prellungen und so was hatte. Jetzt mittlerweile ist das dann doch eine Sache für die Mannschaftsärzte (lacht)

krone.at: Bleiben wir noch bei deinen Wurzeln: Hat sich deine „Fußballer-Werdung“ familiär angekündigt?
Mwene: Nein, gar nicht! Wie gesagt, meine Mama ist Krankenschwester und mein Papa war Musiker. Ich weiß nicht, ob ich da viel mitbekommen habe (grinst). Dankbar bin ich meinen Eltern trotzdem sehr. Weil wenn man am Wochenende irgendwo nach Vorarlberg zu einem Turnier fahren muss, dann ist das auch nicht so ohne.

krone.at: Was würdest du jetzt tun, wenn es im Fußball nicht geklappt hätte? Etwa Lehrer wie die Schwester?
Mwene: (lacht) Ja, die ist Volksschullehrerin - die haben auch viel Ferien, das wär‘ nicht so schlecht (grinst) Nein, ich weiß es nicht… (überlegt kurz) Ich war aber immer ein guter Schüler, hab‘ auch mein Abitur in Stuttgart gemacht, weil es mir wichtig war, trotzdem noch eine schulische Ausbildung zu haben. Die Mama hat immer gesagt, ich soll Pilot werden, aber das war eher nichts für mich...

krone.at: „Er macht seinen Job extrem fleißig, ist extrem ballsicher.“ Einverstanden mit dem Urteil deines Trainers Sandro Schwarz über dich?
Mwene: Ja, darüber definiere ich mich auch! Ich versuche in jeder Partie 100 Prozent zu geben, über Laufleistung und Zweikämpfe reinzukommen und durch meine technischen Qualitäten auch das Spiel nach vorne zu beleben. Ich hab‘ gerne den Ball und spiele gerne damit (lacht)…

krone.at: Wo siehst du deine Stärken und wo musst du dich für Bundesliga-Verhältnisse noch verbessern?
Mwene: Also den größten Unterschied zwischen 2. und 1. Liga gibt‘s im taktischen Bereich. Ich habe zwar schon große Fortschritte gemacht, aber ich glaube, dass da noch Luft nach oben ist…

krone.at: Themenwechsel: Du bist mit Stuttgart aus Liga 3 und dann mit Lautern aus Liga 2 abgestiegen…
Mwene: Natürlich hat man so etwas nicht gerne in der Vita stehen. Vor allem wenn man bedenkt, dass da ja der ganze Verein dranhängt, inklusive der Fans. Dass das kein Spaß für irgendwen ist, ist klar! Ich denke aber, dass ich in den zwei Jahren in Kaiserslautern wirklich alles gegeben habe, um das Schlimmste abzuwenden.

krone.at: Die Gerüchteküche hat dich nach dem Abstieg von Kaiserslautern im Sommer auch mit Rapid in Verbindung gebracht. Wäre das bei deiner violetten Vergangenheit überhaupt denkmöglich gewesen?
Mwene: Ich weiß es nicht. Dadurch, dass das Rapid-Angebot erst nach dem von Mainz kam, habe ich mich da nicht mehr wirklich damit beschäftigt. Als sich Mainz gemeldet hat, war für mich klar, dass ich hierher will.

krone.at: Themenwechsel: Wer ist eigentlich für den anderen wichtiger - der seit acht Jahren in Deutschland lebende Mwene für den „Frischling“ Onisiwo oder der Mainz-„Oldie“ Onisiwo für den „Neuling“ Mwene?
Mwene: (grinst) Ja, das ist ganz lustig. Irgendwie ist es immer ein kleines Wechselspiel. Manchmal kann ich dem Karim helfen, etwa beim deutschen Schmäh (lacht). Aber wenn‘s um die Abläufe geht, etwa vor dem Spiel, da ist der Karim derjenige, den ich fragen kann und der mir dann hilft.

krone.at: In Deutschland bist du bald nach deinem Mainz-Wechsel oft mit einem anderen defensiven Wiener Außenbahnspieler in Verbindung gebracht worden. Wie geht’s dir mit Anspielungen auf David Alaba?
Mwene: Naja, David ist in Österreich einer der erfolgreichsten Spieler. Und wenn man irgendwie mit ihm in Verbindung gebracht wird, ist das schon eine schöne Sache. Aber ich will ja meinen eigenen Weg gehen, mich selbst etablieren und mich selbst so zeigen, dass man mich nicht mit jemand anderem vergleichen muss.

Hannes Maierhofer (in Mainz)

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