10.01.2019 09:06 |

Ort abgeschnitten

Wegen Schnee-Sperren: Weißbach hat zu viel Milch

Weißbach bei Lofer lebt seit Tagen mit der Schnee-Sperre auf beiden Seiten. Mit der Stille auf der Pinzgauer Straße (B311) kommen auch die Probleme: Bei den Bauern bleibt die Milch stehen. Für medizinische Notfälle wurde ein Feuerwehrauto umgebaut. Ortschef Josef Hohenwarter ist in seiner Bäckerei auf Notbetrieb.

Astrid Hohenwarter hilft als Notfallsanitäterin im Ort. Die Freiwillige beim Roten Kreuz in Saalfelden wurde für die Schnee-Sperre extra mit einem Notfallkoffer ausgestattet. Ein Feuerwehrauto wurde für medizinische Einsätze umgebaut. Hohenwarter: „Wir helfen auch, wenn jemand Medikamente braucht.“ Ein Auto der Straßenmeisterei nahm bereits Pillen mit.

Weißbach muss mit tagelanger Sperre leben
Kritisch ist die Situation auch bei den Bauern im Ort: „Sie produzieren 3000 bis 4000 Liter am Tag. Da müsste jeder Einwohner 40 Liter trinken, damit nichts weggeschüttet werden muss“, rechnet Bürgermeister Josef Michael Hohenwarter vor. In seinem Betrieb ist der Ortschef und Bäcker jetzt mit der Produktion zurückgefahren. „Es kauft keiner mehr ein, der durchfährt.“ Wenn die Sperre länger aufrecht bleibt, muss die Filiale in Saalfelden geschlossen werden.

Und auch die Schulen haben schneefrei: Die Volksschule in Weißbach ist zu, weil Lehrer nicht anfahren können. Ältere Schüler können nicht aus dem Ort und haben auch Zwangsferien. „Sie freuen sich gar nicht so, wie wir gedacht hätten.“

Sabine Salzmann
Sabine Salzmann
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