Im Uniklinikum Linz:

Neugeborenen-Intensivstation ist große Problemzone

Im brisanten internen Alarmruf des Zentralbetriebsrates des Kepler Uniklinikums in Linz (wir berichteten) an den von ÖVP-Politikerin Christine Haberlander geführten KUK-Aufsichtsrat nimmt die Neugeborenen-Intensivstation im Med Campus IV viel Raum ein. Sie stellt sich als eine große Personalnot-Problemzone dar.

Im Konvolut an „Hilferufen“ an Vorgesetzte und Geschäftsführung finden sich zwei alarmierende Schreiben (Dezember 2017 und November 2018) von zwölf Fachärzten der Neonatologie und eine „Situationsdarstellung aufgrund besonderer Probleme und Belastungen“, ebenfalls November 2018, die von 46 Diplompflegekräften des „Team NICU“, das ist die Neugeborenen-Intensivstation, unterschrieben worden ist.

„Schaden an Patienten und Personal abwenden"
Der Kernsatz in den beiden Ärzte-Briefen hat sich trotz des Jahres dazwischen inhaltlich nicht verändert: „Wir lehnen jede Verantwortung für Schäden an Patienten ab, die wegen zeitlicher Überbeanspruchung und Parallelbelastungen entstehen und fordern die Verantwortlichen auf, organisatorische Änderungen vorzunehmen“. Im Brief vom November 2018 gibt es noch eine zuspitzende Ergänzung: „und fordern die Verantwortlichen auf, die im Nachtdienst und Wochenenddienst zu bewältigenden Aufgaben die nötige Personalressource gegenüber zu stellen, um Schaden sowohl am Patienten als auch am Personal zu vermeiden.“

„Vor allem sichere Betreuung bieten“
Ähnliches steht im Schreiben des Pflegeteams der NICU. Dort muss sich im Nachtdienst eine Schwester um drei oder vier Frühgeborene und kranke Neugeborene kümmern, es bedürfe aber auch nachts eines Schlüssels von zwei Kindern pro Schwester, „vor allem um eine sichere Betreuung bieten zu können.“ Einige Meldungen über Beinahezwischenfälle stützen das.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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