19.12.2018 18:34 |

Kühne Prognose

Salvini will Mafia in „einigen Monaten“ ausmerzen

Italiens Innenminister Matteo Salvini hat mit der Behauptung, die Regierung werde „in einigen Monaten oder Jahren“ die Mafia ausradieren, Kritik auf sich gezogen. „Wir sind stärker. Sie können noch einige Monate oder Jahre aushalten, doch Mafia, Camorra und ́‘Ndrangheta werden bald aus diesem wunderbaren Land verdrängt werden“, zeigt sich der Chef der rechten Lega überzeugt. Eine Meinung, die nicht alle mit ihm teilen.

Salvini hob die Notwendigkeit hervor, die finanziellen Interessen der Mafia zu bekämpfen. Daher habe die Regierung im Haushalt 2019 mehr Mittel für die nationale Behörde zur Verfügung gestellt, die von der Mafia beschlagnahmte Besitztümern verwaltet. „Der Staat muss die Mafia mit allen legalen Mitteln bekämpfen“, sagte er.

Kritiker: „Slogans genügen nicht“
Mit seinen Worten erntete der Innenminister viel Kritik. „Um die Mafia zu bekämpfen, muss man das Phänomen gut kennen. Man braucht klare Ideen und konkrete Maßnahmen. Slogans genügen nicht“, sagte der sozialdemokratische Parlamentarier Carmelo Miceli, Mitglied der nationalen Anti-Mafia-Kommission.

Jüngst mehrere Erfolge bei Razzien
Die Regierung in Rom hat zuletzt mehrere Erfolge im Kampf gegen das organisierte Verbrechen verbucht. Rund 90 Personen waren im Rahmen der groß angelegten internationalen Razzia gegen Mitglieder der italienischen Mafiaorganisation ‘Ndrangheta Anfang Dezember festgenommen worden. Ihnen wird unter anderem Geldwäsche und internationaler Drogenhandel vorgeworfen, wie aus italienischen Ermittlerkreisen am Mittwoch verlautete.

„Eigenhändig“ Mafia-Villa zerstört
Ende November hatte sich Salvini medienwirksam in Szene gesetzt und nicht nur das Startsignal zum Abriss einer illegal errichteten Luxusvilla der berüchtigten Mafia-Familie Casamonica gegeben, sondern auch gleich selbst am Steuer des Baggers Platz genommen. Die Villa soll durch eine Bibliothek und einen Park ersetzt werden.

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