Rechtsstreit schuld

Verkauf des Pro-Kauflands ist doch noch nicht fix

Nach jahrelangen Verkaufsverhandlungen war im Juni weißer Rauch aufgestiegen, Mitarbeiter und Kunden rechneten damit, dass mit Jahresende Schluss ist - doch davon ist im „Pro“ keine Rede mehr. Wie die „Krone“ erfuhr, ist nicht einmal der im Sommer besiegelte Verkaufsvertrag gültig. Hintergrund ist ein Rechtsstreit.

„Ich darf mich zum Abschluss noch einmal für Ihre langjährige Treue bedanken“, schrieb Gerhard Weiß im letzten Flugblatt des Taborland in Steyr. Nachdem der Handels-Unternehmer zuerst den Welas-Park in Wels verkauft hatte, trennte sich der 79-Jährige im Juni auch vom „Tabor“ und vom „Pro“ - hieß es.

Normaler Alltag
Doch während in Steyr nun der Betrieb bereits ausgelaufen ist, im nächsten Jahr unter den neuen Betreibern Stefan Rutter und Christian Harisch der Umbau des Einkaufszentrums beginnen wird, ist im „Pro“ in Linz-Urfahr nichts davon zu spüren, dass ein Ende in Sicht ist. Produkte und Angebote gibt’s wie immer, auch das Restaurant ist normal in Betrieb. Und das, obwohl die Mitarbeiter den Kunden im Sommer erzählten, dass mit Jahresende bei ihnen Schluss ist.

Noch kein Ende in Sicht
Was ist passiert? In Urfahr wird getuschelt, dass ein Rechtsstreit den „Pro“-Deal mit der Immobiliengruppe von Rutter und Harisch verzögern soll. Genauer handelt es sich dabei um eine Causa, die zwischen Gerhard Weiß und dessen Firma sowie der Eigentümerin des Grundstücks, auf dem das Einkaufszentrum steht, zu klären ist. Geplant ist ja, dass das „Pro“, wie man es jetzt kennt, nicht erhalten bleibt, eine Kombi aus Geschäften und Wohneinheiten entstehen soll. Das hat allerdings seinen Preis. Weiß wird in der Rechts-Causa von Anwalt Ernst Chalupsky vertreten. Ein Ende im Rechtsstreit ist nicht in Sicht. Frühestens Ende 2019 ist mit einem Aus des „Pro“ zu rechnen, heißt es.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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