30.01.2010 09:09 |

14 Festnahmen

Demo bei Ball der Burschenschafter in Wien

14 Festnahmen und mehrere Verletzte - so lautet die Bilanz der Auflösung der behördlich untersagten Demonstration gegen den Korporationsball in der Hofburg am Freitagabend in Wien. Laut Angaben der Polizei kam es auch zu Sachbeschädigungen. So zündeten etwa zwei Demonstranten einen Einsatzwagen der Wiener Polizei an, bei einem Geschäftseingang sei durch pyrotechnische Gegenstände ein Brand verursacht worden.
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Die Verhaftungen erfolgten laut Polizei großteils wegen Körperverletzung und Widerstand gegen die Staatsgewalt. Am frühen Abend hatten sich mindestens 500 Demonstranten zu der Kundgebung gegen den Ball der rechtsgerichteten Studentenverbindungen am Christian-Broda-Platz versammelt. Gegen 20 Uhr löste die Polizei die Demonstration Schritt für Schritt auf.

Der neuerliche Versuch einiger Demonstranten, sich im Bereich der inneren Stadt zu versammeln, wurde von der Polizei unterbunden. Zwei weitere angemeldete Kundgebungen - am Albertinaplatz und im Sigmund-Freud-Park - verliefen friedlich.

ÖH kritisiert Polizeieinsatz heftig
Heftige Kritik am Polizeieinsatz kam von den Hochschülerschaften der Universitäten Wien und Graz sowie vom Verband Sozialistischer StudentInnen, der Sozialistischen Jugend und der Grünalternativen Jugend. In einer Aussendung der ÖH Wien ist von "massiver Polizeigewalt" die Rede, Demonstranten seien "krankenhausreif geschlagen, angezeigt und bedroht" worden.

Auch der Landessprecher der KPÖ-Wien, Didi Zach, zeigte sich empört über den "Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas" sowie die Verhaftung von Demonstranten. Diese hätten nur "ihren Unmut gegen das Treffen der Crème de la Crème der heimischen und der europäischen rechtsextremen Szene" kundtun wollen.

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