12.12.2018 17:20 |

Die Hintergründe

So lief der Messervorfall an der Wiener Schule ab

Der Fall eines mit einem Klappmesser verletzten Schülers an einer Wiener Schule hat am Mittwoch für großes Aufsehen gesorgt. Ein 16 Jahre alter Bursche aus Syrien war danach vorübergehend festgenommen worden und wurde zu dem Vorfall mit dramatischem Ausgang befragt. Mittlerweile kam Licht ins Dunkel rund um den Vorfall, der für einen 14 Jahre alten Landsmann des Jugendlichen im Krankenhaus endete …

Wie Polizeisprecher Paul Eidenberger am Mittwochnachmittag gegenüber krone.at erklärte, hatte sich der Vorfall in der Umkleidekabine der NMS Neubaugasse abgespielt. „Mehrere Kinder haben in dem Raum mit einem Gegenstand Fußball gespielt. Plötzlich hat der 16-Jährige erklärt, dass er ein Klappmesser bei sich hat.“ Daraufhin hätten die übrigen Kinder das Messer sehen, anfassen und in die Hand nehmen wollen. „Es kam daraufhin zur Rangelei zwischen den Schülern und in der Folge zu den Messerstichen“, so der Polizeisprecher weiter.

Der 14-Jährige erlitt nach Angaben der Rettung einen Stich in den Oberschenkel sowie in das Gesäß, musste erstversorgt und danach ins Krankenhaus gebracht werden. Seine Verletzungen waren nicht lebensbedrohlich.

„Kein aktiver Angriff des 16-Jährigen“
„Alle Beteiligten, drei Zeugen sowie Opfer und Täter, haben bei der Befragung dasselbe ausgesagt. Es war kein aktiver Angriff des 16-Jährigen“, so Eidenberger weiter. Der Bursche wurde zunächst auf freiem Fuß wegen schwerer Körperverletzung angezeigt. Da aber wohl kein Vorsatz für die Tat vorliegt, könnte daraus eine fahrlässige schwere Körperverletzung werden, so der Sprecher.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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