Mo, 17. Dezember 2018

„Vorstadtweiber“

01.12.2018 05:45

„Mehr Krimi, Verstrickungen und mehr Liebe“

Endspurt bei den „Vorstadtweibern“: Noch bis 4.12. drehen Nina Proll, Hilde Dalik, Martina Ebm & Co für die vierte Staffel in Wien.

Nachdem beim ORF scheinbar aller guten Dinge vier sind, geht man mit den „Vorstadtweibern“ in eine neuerliche Verlängerung des Quoten-Hits. In Staffel 3 waren bis zu 993.000 Zuschauer vor den Bildschirmen dabei, wenn sich die Damen aus der Vorstadt Nettigkeiten ausgerichtet haben. Seit Juli laufen die Drehs zu zehn neuen Folgen - die „Krone“ traf am Freitag die Serienstars am Set bei der alten Donau.

„Mehr Verstrickungen, mehr Liebe“ in der neuen Staffel
„In der neuen Staffel gibt es von allem mehr: mehr neue Darsteller wie etwa Andrea Eckert, Ruth Brauer-Kvam oder Brigitte Hobmeier, die uns bereichern. Mehr Kriminialität, mehr Verstrickungen, aber auch mehr Liebe“, so Hilde Dalik. „Jedes Vorstadtweib kämpft einmal mehr für das, was es glaubt, das ihm zusteht. Das macht die Serie nach wie vor so spannend“, so Martina Ebm über ihre Rolle als Caro.

Und für was kämpfen die Männer? „Im Gegenteil dazu, für all das, was sie nicht verdient haben“, lacht Murathan Muslu im „Krone“-Interview. Und weiter: „Ich bin jedenfalls happy, dass ich mit Laurence Rupp männliche Verstärkung bekommen habe.“ Wie fühlt man sich als Neuzugang im Kreis der Weiber? „Ganz gut, aber ich hatte gar nicht so viel mit ihnen zu tun“, lacht Rupp, der als Leopold, den Fahrer von Milo Albertin (Muslu), dazustößt. „Ich habe mit keiner Sex, ich bin also nicht der neue Lover in dieser Staffel.“

Ist es bei so viel Frauenpower bald Zeit für eine Männerquote im Vorstadt-Kosmos? „Ich kenne keine Serie im deutschsprachigen, Raum, in der so viele Frauen in den Hauptrollen sind“, so Ines Honsel, die als Sonia Clementi erstmals in Erscheinung tritt. „Das ist einzigartig!“ „Meine Rolle ist eine Frau, die ganz klar ausspricht, was sie denkt - ohne Filter. Das ist manchmal erschreckend, aber noch erschreckender ist, dass wir uns in der heutigen Zeit darüber erschrecken“, so Ruth Brauer-Kvam, die als Majorin Goldstaub ermittelt. Nina Proll: „Ein Grund des Serienerfolgs: die Reihe zeigt, dass Frauen genauso böse, egoistisch, bedürftig oder lustgetrieben sind und sie in keiner Weise besser als Männer, aber eben auch nicht schlechter sind.“„Mit der Serie haben wir versucht eine Geschichte zu finden, die keinen Trampelpfad begeht“, so ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner.

„Wir leben in einer Zeit, wo aus einer undefinierbaren Unsicherheit sehr in gewohnten Bahnen gegangen wird. Das sieht man etwa an dem überbordenden Krimi-Wahnsinn. Da Wege zu suchen, die sich etwas trauen, ist sehr wichtig. Ich jedenfalls“, so Zechner weiter: „möchte mit den ,Vorstadtweibern‘ alt werden“.

Marie Leopoldsberger-Pribil, Kronen Zeitung

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