Di, 19. Februar 2019
27.11.2018 15:30

Wenig Niederschlag

Herbst unter drei wärmsten der Messgeschichte

Auf den zweitwärmsten Frühling und den viertwärmsten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen ist heuer auch ein extrem warmer Herbst gefolgt. Er gehörte zu den fünf sonnigsten der Messgeschichte und brachte im Großteil Österreichs auch relativ wenig Niederschlag, so eine vorläufige Bilanz der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

„Der Herbst 2018 lag im Tiefland 1,9 Grad über dem vieljährigen Mittel und ist damit einer der drei wärmsten seit Messbeginn im Jahr 1767“, berichtet Alexander Orlik von der ZAMG. Beachtlich war in diesem Herbst auch die große Zahl von Sommertagen (Höchstwert: mindestens 25 Grad). Größtenteils gab es zwei- bis dreimal so viele Sommertage wie in einem durchschnittlichen Herbst.

Einige Beispiele: Die Messstelle Wien Innere Stadt registrierte in diesem Herbst 16 Sommertage (im vieljährigen Durchschnitt sechs), die Universität Innsbruck 14 (durchschnittlich ebenfalls sechs) und Klagenfurt 13 Tage (vier). Die höchste Temperatur registrierte die ZAMG mit 31,4 Grad am 12. September in St. Pölten.

Nur sehr wenige Frosttage
Frost (Tiefstwert unter null Grad) gab es hingegen in diesem Herbst nur selten. Zum Beispiel gab es in Bregenz nur vier Frosttage, im Mittel sind es hier sieben. An der ZAMG-Wetterstation Universität Graz gab es nur einen Frosttag, im Mittel sind es hier zwölf. Salzburg-Freisaal hatte acht Frosttage, gegenüber zwölf im Durchschnitt.

Die tiefste Temperatur aller ZAMG-Wetterstationen verzeichnete in diesem Herbst der Brunnenkogel am Pitztaler Gletscher auf 3437 Metern Seehöhe in Tirol, mit minus 18,0 Grad am 19. November. Die tiefste Temperatur unter 1000 Metern betrug minus 7,7 Grad im Salzburger Mittersill am 18. November.

Sonnenstunden 25 Prozent über dem Schnitt
Der Herbst 2018 gehörte zu den fünf sonnigsten der Messgeschichte. Die Zahl der Sonnenstunden lag im österreichweiten Mittel um 25 Prozent über dem Durchschnitt. Spitzenreiter war die ZAMG-Wetterstation am Hahnenkamm (1794 Meter, Tirol) mit 594 Sonnenstunden. Wie Frühling und Sommer brachte auch der Herbst im Großteil Österreichs relativ wenig Niederschlag (minus 16 Prozent). In einigen Regionen gab es sogar um 50 Prozent weniger Niederschlag als im Durchschnitt dieser Jahreszeit.

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