19.01.2010 22:30 |

EM-Auftakt

Österreich verliert trotz beherzten Kampfes 29:33

Trotz beherzten Kampfes über 60 Spielminuten hat Österreich am Dienstag das erste Match bei der EURO im eigenen Land verloren. Das ÖHB-Team unterlag Titelverteidiger Dänemark 29:33, doch die gezeigte Leistung gibt Hoffnung für die nächsten Spiele. Olympiasieger Frankreich musste sich gegen Ungarn mit einem 29:29 zufriedengeben, Schweden unterlag Slowenien 25:27. Und auch Deutschlands Befürchtungen wurden wahr: Der Weltmeister des Jahres 2007 unterlag Polen und muss nun in der "Hammergruppe" um den Aufstieg bangen.

Die österreichische Mannschaft hielt zum Auftakt der Gruppe B in Linz gegen einen der Turnierfavoriten tapfer mit, am Ende setzte sich jedoch die größere Klasse der Skandinavier souverän durch. Beste Werfer der Österreicher waren Dänemark-Legionär Vitas Ziura (7 Tore), Robert Weber (6) und Patrick Fölser (5).

Die Stimmen zum Spiel findest du in der Infobox!

Sechs Legionäre in der Startaufstellung
Sechs der sieben Spieler in der Startaufstellung von Sigurdsson waren Legionäre, nur Roland Schlinger (Bregenz) ist in der heimischen HLA engagiert. Auf den Flügelpositionen begannen Konrad Wilczynski (links) und Robert Weber (rechts), im Rückraum Kapitän Viktor Szilagyi (links), Vitas Ziura (Mitte) und Roland Schlinger (rechts), am Kreis startete Markus Wagesreiter und im Tor Nikola Marinovic.

Probleme bei den Ticketkontrollen
Während das Publikum aufgrund von Problemen bei den Ticketkontrollen erst nach und nach in die zu Beginn halbleere Halle strömte, waren Österreichs Spieler vom Anpfiff weg hellwach. Ausgerechnet Dänemark-Gastarbeiter Ziura, der bei Viborg sein Geld verdient, sorgte in der 5. Minute für die erstmalige Führung der Österreicher (3:2). Dänemark brauchte ein wenig, um Herr der Lage zu werden, ab dem 8:6 durch Flügelroutinier Lars Christiansen (295. Länderspiel) war man das dann wieder halbwegs.

Doch die Österreicher, in deren Tor Marinovic lange Anlaufzeit brauchte und Wilczynski ein Totalausfall war, ließen sich angetrieben von Ziura und Weber nicht abschütteln, glichen in der 22. Minute durch Schlinger wieder aus (12:12) und gingen mit dem respektablen Rückstand von zwei Treffern (15:17) in die Kabine, in der sie die Pausenshow von DJ Ötzi versäumten, der die Turnierhymne "Sweet Caroline" zum Besten gab.

Dänemark noch nicht auf Betriebstemperatur
Sigurdsson nützte die Zeit, um sein Team auf die zweiten 30 Minuten einzuschwören. Denn die Chance auf die Sensation lebte weiter, Weber glich zum 17:17 aus (33.). Dänemark war wie erwartet im ersten Turniermatch noch nicht so richtig auf Betriebstemperatur, profitierte jedoch dann von einigen technischen Fehlern, um sich den schließlich entscheidenden Vorsprung zum 24:20 herauszuschießen (42.).

Österreich kam nur mehr einmal auf zwei Tore heran (24:26/48.), ansonsten spielten die Dänen den Sieg souverän nach Hause. Die Österreicher mussten sich damit trösten, trotz der Niederlage im Gegensatz zum jüngsten Test gegen die Dänen (22:39) gut mitgehalten zu haben. Genau dieses Schicksal hatten sie sich jedoch eigentlich ersparen wollen.

Island und Serbien trennen sich 29:29
Am Donnerstag wartet auf die Österreicher Island, das im zweiten Match der Gruppe gegen Serbien nicht über ein 29:29 (15:11) hinaus kam. Der Olympia-Zweite lag zunächst klar in Front, musste sich jedoch mit einem Punkt zufriedengeben, weil Snorri Steinn Gudjonsson in der Schlusssekunde mit einem Siebenmeter an Darko Stanic scheiterte.

Schwer zu kämpfen hatte in Gruppe A Titel-Mitfavorit Kroatien. Trotz der Unterstützung von Tausenden Fans in Graz fand das Team von Trainer Lino Cervar gegen Norwegen schwer ins Spiel, das erste Tor gelang erst in der achten Minute. Bis zur Halbzeit hatten die Kroaten einen 2:4-Rückstand in eine 11:10-Führung umgewandelt, konnten diesen aber kaum ausbauen. Die Entscheidung in einer ansehnlichen Partie mit starken Torhüterleistungen fiel erst im Finish: In der Schlusssekunde machten die Kroaten den 25:23-Endstand perfekt. Im Duell zuvor vermochte die Ukraine Favorit Russland nur zu ärgern, verlor schließlich 33:37.

Fehlstart für Schweden
Einen klassischen Fehlstart fabrizierte in Gruppe C der vierfache Europameister Schweden und verlor gegen Slowenien mit 25:27. Nach neun Minuten führte das Drei-Kronenteam bereits mit 5:0, zur Pause gar mit 13:7. Doch die Slowenen gaben nie auf, erzielten erstmals fünf Minuten vor Schluss den Ausgleich. 45 Sekunden vor der Schlusssirene fixierte Slowenien erstmals die Führung. Als der slowenische Torhüter Miladin Kozlina den Gegenangriff der Schweden abwehrte, war die Niederlage der Schweden perfekt.

Polen revanchierte sich in der Innsbrucker Olympiahalle für die WM-Finalniederlage 2007 in Köln gegen Deutschland, siegte 27:25. In einer hektischen Begegnung, die von vielen Fehlern geprägt war, ging Deutschland zwar in Führung, aber bereits in der dritten Minute übernahmen die Polen das Kommando, bestimmten die erste Hälfte (12:8) klar und verteidigten in der zweiten Halbzeit geschickt die Führung.

Frankreich enttäuscht gegen Ungarn
Frankreich gelang es in Wiener Neustadt zu keiner Phase des Spiels, die Oberhand zu gewinnen. Schon zur Halbzeit (16:16) roch es in Gruppe D nach einer Sensation. In der zweiten Hälfte lagen die durch zahlreiche ungarische Fans vorangepeitschten Außenseiter dann nach 50 Minuten bereits mit vier Toren im Plus. Dennoch kam Frankreich mit einem blauen Auge und einem Zähler davon. Weniger Federlesens machte zuvor Spanien, das Tschechien mit 37:25 regelrecht abservierte.

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