19.10.2018 13:08 |

Stundenlanges Chaos

Ölspur in Wiener City: Heftige Kritik an MA 48

Zehn Stunden lang mussten sich Wiener Autofahrer am Donnerstag durch Staus in der Stadt kämpfen. Eine Ölspur sorgte für Behinderungen vom Parlament bis zur Nordbrücke. Viele der Betroffenen fragen sich, warum die Reinigung der Straßenzüge so lange gedauert hat. Die MA 48 weist jede Kritik von sich.

Das Verkehrschaos sorgt für heftige Diskussionen: Tatsache ist, dass die MA 48 am Anfang nur mit zwei Fahrzeugen ausgefahren ist. „Am Beginn des Einsatzes war überhaupt nicht klar, wie lange die Ölspur ist“, rechtfertigt sich MA-48-Leiter Josef Thon.

Erst nach und nach sei das ganze Ausmaß des Desasters sichtbar geworden. Fast vier Kilometer lang war die Ölspur. Sechs Fahrzeuge kamen schließlich zum Einsatz, um die gefährliche Hinterlassenschaft zu beseitigen. Trotzdem dauerte alles sehr lange. „Man muss ja warten, bis Sand einwirkt“, erklärt Thon. Erst danach könne alles entfernt werden.

Suche nach Verursacher
Nur spezielle Hochdruckreiniger hätten für Abhilfe gesorgt. Allerdings wären zehn Maschinen nötig gewesen, um wirklich schneller zu sein, meint Thon. Weiterhin unklar ist, wer das Fiasko ausgelöst hat. Freitagfrüh sah es zunächst so aus, als sei der Lkw-Fahrer ausgeforscht worden. Allerdings hatte der Mann offensichtlich doch nichts mit der Sache zu tun. „Bei uns hat sich ein Lkw-Fahrer aus Niederösterreich gemeldet. Jedoch konnten an seinem Fahrzeug keinerlei Ölspuren festgestellt werden“, erklärt Polizeisprecherin Irina Steirer. Möglicherweise können Kamerabilder Aufschluss geben. Immerhin zog der Lastwagen eine kilometerlange Spur quer durch die ganze Stadt.

Philipp Wagner und Alexander Schönherr, Kronen Zeitung

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