Mo, 10. Dezember 2018

OP-Pfusch in den USA

24.09.2018 14:14

Misslungene Beschneidung: Bub bekommt 26 Mio. Euro

Vor fast fünf Jahren führten ein Arzt und eine Krankenschwester im US-Bundesstaat Georgia an einem 18 Tage alten Baby eine Beschneidung durch. Dabei schnitten sie dem Säugling Teile seines Penis ab. Jetzt hat eine Jury dem heute fünf Jahre alten Buben mehr als 26 Millionen Euro Schmerzensgeld zugesprochen.

Trotz des offensichtlichen Pfusches habe nach dem Vorfall im Oktober 2013 niemand eine Notoperation empfohlen, um das Problem zu beheben, so Familienanwalt Neal Pope (siehe Tweet unten). Laut Klageschrift hat der Bub nicht nur mit Schmerzen, sondern wohl auch mit lebenslanger seelischer Qual zu kämpfen. Nach dem Kunstfehler musste die Mutter des Kindes laut Medienberichten drei Mal am Tag „ein medizinisches Werkzeug“ in den Penis des Kleinen einführen, damit das Geschlechtsteil nicht zuwächst. Es folgten auch mehrere Operationen.

Arzt und Krankenschwester haftbar gemacht
Für die verpfuschte Beschneidung wurden sowohl der Arzt als auch eine Krankenschwester haftbar gemacht. Deren Anwalt hatte vor der Jury argumentiert, dass eigentlich für die Deckung der Behandlungskosten des Buben 425.000 Euro vollkommen ausreichen würden. Mit dieser Summe ließe sich außerdem eine Langzeittherapie für den Patienten bezahlen. Die Jury im Bezirk Clayton County sah das aber anders und billigte dem Fünfjährigen weitaus mehr Schmerzensgeld zu: satte 26 Millionen Euro.

Kronen Zeitung/krone.at

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