30.08.2018 12:45 |

Red Bull und Co.

England will Energydrinks für Kinder verbieten

Der Verkauf von koffeinhaltigen Energydrinks an Kinder und Jugendliche soll am Donnerstag von der Regierung in Großbritannien verboten werden. Darunter fallen auch Getränke des österreichischen Herstellers Red Bull. Der Grund seien gesundheitliche Probleme wie Kopf- und Magenschmerzen, Hyperaktivität, Schlafprobleme sowie Übergewicht, hieß es.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

In England ist der Konsum von Energydrinks unter Kindern und Jugendlichen sehr hoch. Laut Regierung trinken zwei Drittel der Zehn- bis 17-Jährigen die aufputschenden Säfte, bei den Sechs- bis Neunjährigen ist es ein Viertel. In Österreich ist es laut der Europäischen Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ein Drittel der Jugendlichen. Die Getränke haben einen höheren Zuckergehalt als Softdrinks, sind aber wesentlich billiger, kritisiert die britische Regierung.

Alterbeschränkung bis 16 oder 18 Jahre
Die Behörden in Großbritannien wollen deshalb laut der Tageszeitung „Guardian“ das Verbot am Donnerstag einführen. Die Altersbeschränkung soll bis 16 oder 18 Jahre gelten. Unterstützt wird das Verbot von Ärzten, Lehrern sowie dem bekannten britischen Koch Jamie Oliver, der sich seit Jahren für gesunde Ernährung von Kindern einsetzt.

150 Milligramm pro Liter als Grenzwert
Schottland, Nordirland und Wales können selbst festlegen, ob sie ein Verbot erlassen. Das Verbot würde für Getränke gelten, die 150 Milligramm oder mehr Koffein pro Liter enthalten. Viele Geschäfte verkaufen freiwillig keine Energydrinks mehr an unter 16-Jährige. Doch Kinder können die Getränke weiter bei einigen Ketten und Automaten kaufen.

Immer wieder fordern Experten ein Verbot von Energydrinks für Kinder und Jugendliche. So wurde 2004 etwa in Frankreich der Verkauf von Red Bull verboten, erst vier Jahre später kam der österreichische Export dort wieder in die Geschäfte. Ab 1. Oktober werden in den Niederlanden in den Discountern Aldi und Lidl keine Energydrinks mehr an Kinder verkauft.

Keine Einbußen für Red Bull
Der Österreicher Dietrich Mateschitz hat Red Bull am 1. April 1987 auf den österreichischen Markt gebracht. Die Diskussion um die Gesundheitsschäden durch Energydrinks bedeutete für das österreichische Getränk keine Einbußen. Im Jahr 2016 erwirtschafte das Unternehmen mit 11.865 Mitarbeitern in 171 Ländern laut eigenen Angaben einen Umsatz von 6,03 Milliarden Euro.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).