Di, 25. September 2018

In Gedanken bei Lauda

24.08.2018 06:28

Mercedes will in Spa „Niki diesen Sieg schenken“

Die Königsklasse ist zurück! Nach der vierwöchigen Sommerpause geht in Spa-Francorchamps das Mega-WM-Duell zwischen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel in die 13. Runde. Und wie der regierende Champion ist das ganze Mercedes-Team bis in die Haarspitzen motiviert. Teamchef Wolff: „Wir kämpfen für Niki!“

Nach seiner Lungentransplantation kämpft sich Niki Lauda weiterhin im Wiener AKH ins Leben zurück. Noch hat sein Körper das neue Organ nicht zu einhundert Prozent angenommen, es gibt viele gute, aber auch ab und an wieder schlechtere Tage. Ein Wellental. Trotzdem sind die behandelnden Ärzte mit der Entwicklung seines Gesundheitszustands vorläufig zufrieden.

„Rede jeden Tag über Niki“
Und um ihrem Vorstandsvorsitzenden einen weiteren positiven Schub zu geben, will Mercedes den Grand Prix von Belgien am Sonntag in eine silberne Triumphfahrt verwandeln. „Wir reden jeden Tag über Niki, sind mit den Gedanken immer bei ihm“, sagt Teamchef Toto Wolff und betont: „Wir alle wollen ihm diesen Sieg schenken!“

Ob Lauda vielleicht beim Finale Ende November in Abu Dhabi oder zu einem späteren Zeitpunkt wieder an der Strecke sein könne, daran verschwendet Wolff, den seit Jahren eine sehr enge Freundschaft mit dem dreifachen Weltmeister verbindet, keinen Gedanken. „Er ist in diesem Haifischbecken der Formel 1 nicht nur mein bester Sparringpartner, er ist mein Freund. Ich genieße es immer, nach einem Rennen mit ihm zusammenzusitzen, mich mit ihm auszutauschen. Das vermisse ich im Moment halt sehr“, meinte Wolff vor dem heutigen Trainingsauftakt.

Erfreulicher Schritt
Die „Silberpfeile“ zünden auf der Highspeed-Strecke eine weiterentwickelte Motorenstufe. „Ich rechne damit, dass wir einen kleinen erfreulichen Schritt nach vorne machen können“, sagt Wolff, der trotzdem glaubt, dass sich am Kräfteverhältnis „nichts geändert hat. Ferrari ist von der Power her top, aber wenn uns der bisherige Saisonverlauf eines gelehrt hat, dann ist es die Tatsache, dass es keinen klaren Favoriten für bestimmte Strecken mehr gibt und dass nicht immer das schnellste Auto auch gewinnt.“Spannung bis zum FinaleNoch sind 225 Punkte zu vergeben. „Da sind die 24 Zähler Vorsprung von Lewis auf Sebastian kein Polster“, meint Wolff. „Um den Titel zu holen, darf uns kein Fehler mehr unterlaufen!“

Richard Köck, Kronen Zeitung

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