Di, 23. Oktober 2018

VIP-Tickets gewinnen

02.08.2018 07:00

Die Jungen Zillertaler stürmen die Charts

Nach fast 25 Jahren des Bestehens feiern die Jungen Zillertaler derzeit gerade die erfolgreichste Zeit ihrer Karriere. Das neue Studioalbum „Obercool im Haifischpool“ ist die zweite Nummer eins in diesem Jahr und live ist das fleißige Trio unentwegt unterwegs. Wir sprachen mit Frontmann Markus Unterladstätter über das neue Album, das kommende JUZI-Open-Air, sein Leben abseits der Bühne und die Liebe zu textlichen Doppeldeutigkeiten.

Keine Party ohne die JUZIs. Egal ob das „Fliegerlied“, der „Helikopter“, der „Zwerg“ oder „Halleluja“ angestimmt werden - wenn die Jungen Zillertaler aus den Partyboxen dröhnen, dann ist die Stimmung stets am Siedepunkt. Seit knapp 25 Jahren stehen die drei Jugendfreunde Markus Unterladstätter, Daniel Prantl und Michael Ringler gemeinsam auf der Bühne und haben sich mit feurigen Auftritten, Nahbarkeit und einem untrüglichen Gespür für radiotaugliche Hits längst in die Champions-League der hiesigen Pop/Schlager-Künstler gespielt. 2018 werden die JUZIs sogar noch zusätzlich verwöhnt - nachdem die Tiroler bereits Anfang Februar mit einer Best-Of-Scheibe ihre erste Nummer eins in den Albumcharts hatten, segelte das brandneue Studioalbum „Obercool im Haifischpool“ sogar vom Stand weg an die Spitze und ließ dabei Kaliber wie Helene Fischer oder Andreas Gabalier hinter sich.

Volkstümliche EAV
„Das Album vom Gabalier war sogar recht frisch“, wundert sich Frontmann und Sprachrohr Unterladstätter im „Krone“-Interview, „das ist wirklich unglaublich. Solche Charts sind nicht überlebenswichtig, aber man sieht gut, dass man sich auf dem richtigen Weg befindet. Die Volksmusik und den Schlager hat man oft als sterbend bezeichnet, aber wenn man sich die Charts heute ansieht, werden sie von Künstlern aus diesem Metier dominiert.“ Die Stärke der JUZIs ist die klangliche Vielfalt. Ihre Auffassung von Schlager vermischen sie mit zeitgemäßen Pop-Elementen und erreichen somit ein breites Publikum. „Die Leute wissen, dass wir lustige Texte haben, die Musik schnell ins Ohr geht und man dazu tanzen kann. Wir machen aber keine Partymusik, sondern gehen in die Richtung einer volkstümlichen EAV. Wir haben ein Publikum, das von 0 bis 99 geht.“

Im Gegensatz zu vielen Genre-Kollegen huldigen die Jungen Zillertaler auch nicht fortwährend der Heimat, sondern lassen ausreichend Spielraum für ungezwungenen Humor und Abwechslungsreichtum. „Wir spielen nicht nur Musik, sondern machen Entertainment. Bei uns wird den Leuten nie langweilig. Ein guter Bekannter von mir ist Arzt und sagt immer, wenn er könnte, würde er den Menschen eine ,JUZI-Therapie‘ verschreiben. Bei uns kann man tanzen, mitklatschen und springen - da ist alles dabei.“ Wie gewohnt steckt auch „Obercool im Haifischpool“ voller Ironie und humoriger Doppeldeutigkeiten. So könnte man den Haifischpool auch mit dem Musikbusiness assoziieren und die besungenen „Melonen von der Veronika“ abseits des Obstes verorten. „Natürlich ist die Szene manchmal ein Haifischbecken, auch wir hatten immer wieder Probleme. Neid muss man sich erarbeiten. Wir werden von einigen gehasst, von vielen belächelt, aber von Millionen geliebt. In den Texten besingen wir Themen nie direkt an, sondern lassen viel Interpretationsspielraum. Schlimm ist schließlich der, der Schlimmes denkt“, fügt Unterladstätter schmunzelnd an.

Stets fleißig
Den steigenden Erfolg nimmt der sympathische Sänger ganz natürlich hin. Noch bis vor fünf Jahren arbeitete er zusätzlich als Bankbeamter, aufgrund der Fülle an Terminen ist es ihm heute nicht mehr möglich, beide Welten zu vereinen. „Ich habe den Bankjob immer gerne gemacht und würde ihn auch sofort wieder machen. Im Endeffekt entscheidet das Publikum, wie erfolgreich du bist und wie lange es dich gibt - das haben wir nur bedingt selbst in der Hand. Eine Zeitlang habe ich nur mehr zwischen Bühnen- und Bankoutfit gewechselt und hatte überhaupt keine Freizeit mehr. Wo viel Licht, da auch viel Schatten und so ging meine Ehe in die Brüche. Wir leben unseren Traum, aber man muss auch auf viel verzichten, wofür andere Menschen Zeit haben. Außerdem ist es ein Irrglaube, dass man ein Multimillionär wird, wenn man ein paar Gold- und Platinauszeichnungen bekommt. Man muss immer fleißig sein und mit unserem Stundensatz wird ein selbstständiger Maurer wahrscheinlich nicht viel weniger verdienen.“

Harte Arbeit ist den JUZIs nicht fremd. Rund 200 Termine sind pro Jahr zu absolvieren. Liveshows, Fernsehauftritte, Interviews, Open-Air-Veranstaltungen, Fanwanderungen etc. „Wichtig war, dass wir uns niemals in ein Korsett pressen ließen. Manche Manager meinten, die Band müsse viel größer werden, aber wir drei gingen in dieselbe Schule, kennen uns in- und auswendig und musizieren seit fast 25 Jahren zusammen. Wir schlafen fast 200 Tage im Jahr in fremden Band und da muss das Verhältnis untereinander einfach passen. Auch wenn nicht immer alle Veranstalter verstehen wollen, dass wir nach Auftritten gerne ein Einzelzimmer hätten, um die nötige Privatsphäre zu bekommen. Im Prinzip sind wir heute so, wie es früher die Flippers waren - ein fixes Trio. Bei wirklich großen Events haben wir schon mal einen Schlagzeuger oder Zusatzmusiker dabei, aber die Jungen Zillertaler als solches sind ja auch eine Marke.“

Große Akzeptanz
Über die Jahre haben sich die JUZIs nicht nur ihren Stand als Trio, sondern auch eine gewisse Form von Selbstständigkeit und Durchsetzungsvermögen erarbeitet, dass ihnen ein möglichst freies Arbeiten in der Branche ermöglicht. „Wir können moderne Elemente in unsere Musik einfließen lassen und - so wie jetzt beim ,Haifisch‘ - sogar ein gezeichnetes Cover haben und kommen damit bei den Fans durch. Normalerweise ist man in unserer Szene darauf erpicht, ein möglichst schönes, faltenfreies und perfekt bearbeitetes Foto dafür zu verwenden. Wir zeigen dafür nicht einmal unsere Heimat her, sondern ein Haifischbecken. Insofern schwimmen wir immer gegen den Strom und sind wahnsinnig froh, dass die Akzeptanz der Fans für solche Dinge da ist.“

Das vielleicht größte Jahreshighlight findet immer Mitte August im heimischen Strass im Zillertal statt - dort laden die Musiker zum großen „JUZI-Open-Air“, bei dem heuer von 16. bis 19. August vier Tage lang alle Stückerl gespielt werden. „Wir machen das heuer das 19. Mal und sind super eingespielt. Wir versuchen den Leuten viele Sachen zu bieten, die typisch für uns und die Region sind. Aufgrund des Albums gibt es heuer sogar ein Haifischfischen und Haifischsteaks im VIP-Bereich. Am Donnerstag spielen wir ein paar Nummern im Zelt, geben jedem die Hand und machen Fotos mit allen Anwesenden. Am Freitag ist die große Wanderung mit einem total gemischten Publikum, Samstag das große Open Air und wer noch immer nicht genug hat, kann sonntags beim Frühschoppen die Party ausklingen lassen. Wie in allen Bereichen, steht auch hier der Spaß im Vordergrund.“

2x2 VIP-Tickets gewinnen!
Zu diesem Anlass verlosen wir 2x2 VIP-Tickets für das „JUZI Open-Air“ inklusive Hotelübernachtung von Freitag bis Sonntag samt Meet & Greet mit den Jungen Zillertalern. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail mit Ihren Daten, Ihrer Telefonnummer und dem Kennwort „JUZIs“ an pop@kronenzeitung.at und schon sind Sie im Rennen um den Preis. Einsendeschluss ist Dienstag, 7. August, 12 Uhr. Die Gewinner werden von uns verständigt. Alle weiteren Live-Termine finden Sie unter www.die-jungen-zillertaler.com.

Robert Fröwein
Robert Fröwein

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