20.07.2018 06:00 |

Heftige Spekulationen

Alkoholvorwürfe gegen Juncker nur Rache der FPÖ?

Auch nach der scharfen Zurechtweisung durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen lässt Harald Vilimsky nicht locker. Der FPÖ-Generalsekretär nimmt seine Alkoholvorwürfe gegen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nicht zurück, sondern legt sogar nach. Über die Hintergründe der Attacke wird nun heftig spekuliert.

Am Donnerstag war im Wiener Regierungsviertel zu erfahren, dass der ungewöhnlich scharfe Angriff des freiheitlichen Generalsekretärs auf den Chef der Europäischen Kommission möglicherweise eine etwas längere Vorgeschichte haben könnte. Und die beginnt mit dem als „türkis-blaue Klassenfahrt“ bekannt gewordenen Besuch der Regierung bei der EU-Kommission in Brüssel Anfang Juni. Bei dieser Gelegenheit soll, wie auch in Brüssel zu erfahren war, Juncker bei einem vertraulichen Gespräch mit Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ziemlich hart ins Gericht gegangen sein. Der persönlich oft ebenso empfindliche wie nachtragende FPÖ-Chef habe sich „die ziemlich ruppige Ermahnung gemerkt“, heißt es dazu aus dem Umfeld der Koalitionsregierung.

Gelegenheit nach dem NATO-Gipfel in Brüssel
Seit diesem Zwischenfall in Brüssel habe man in der freiheitlichen Führung auf eine Möglichkeit zur Revanche gewartet. Die hatte sich nun vor einer Woche beim NATO-Gipfel in Brüssel ergeben. Dort war, wie auf Videoaufnahmen deutlich zu erkennen, ein torkelnder und zeitweise lachender EU-Kommissionspräsident Juncker zu sehen, der von einigen Regierungschefs gestützt werden musste. Juncker ließ danach von einem Sprecher mitteilen, er habe unter Ischias-Problemen gelitten, Alkohol sei nicht im Spiel gewesen.

Video: Wirbel um stolpernden Juncker bei NATO-Dinner

„Jeder kann sich selbst ein Bild machen“
Strache legte nach Vilimskys Vorwürfen und der Rücktrittsaufforderung an Juncker noch einmal nach. Wie in solchen Fällen öfter, meldete sich der Vizekanzler über Facebook zu Wort. „Ich denke, jeder, der die Videobilder persönlich gesehen hat, kann sich selbst ein Bild machen“, wer unter Ischias-Schmerzen leide, der lache nicht, so Strache.

Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Alarmfahndung in NÖ
Pensionistin starb bei brutaler Home Invasion
Niederösterreich
Zweite deutsche Liga
Historisches 2:0 von St. Pauli im Derby gegen HSV
Fußball International
„Wir sind bereit!“
Reifeprüfung für die Salzburger „Unbesiegbaren“
Fußball International
Absturz mit Ansage
Ist das gerade die mieseste Austria aller Zeiten?
Fußball National
Bananen-„Witz“
TV-Star in Italien für Lukaku-Beleidigung gefeuert
Fußball International
Seit 2011 beim Klub
Manchester United verlängert mit De Gea bis 2023!
Fußball International
Champions League
Barcelona bangt um Messi und muss in Dortmund ran!
Fußball International

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter