Mo, 10. Dezember 2018

„No-Deal-Taskforce“

19.07.2018 15:25

EU bereitet sich auf Scheitern des Brexit vor

Die EU bereitet sich auch auf ein Scheitern der Brexit-Verhandlungen vor. Wie es am Donnerstag aus EU-Kreisen hieß, gebe es eine im Generalsekretariat der Europäischen Union angesiedelte 16-köpfige „No-Deal-Taskforce“. „Wir hoffen auf den besten Ausgang der Verhandlungen, müssen aber auf alles vorbereitet sein“, hieß es in EU-Kreisen weiter.

Die große Herausforderung werde es jedenfalls sein, Großbritannien nach einem Brexit als Drittstaat zu behandeln. Dazu werde momentan auf regionaler und nationaler Ebene untersucht, welche Gesetzesänderungen hierfür notwendig wären. Jedenfalls würden die Konsequenzen eines Austritts Großbritanniens aus der EU unausweichlich sein, warnten EU-Diplomaten.

EU-Kommission fordert schnellere Verhandlungen
Die Kommission fordere jedenfalls, dass die Verhandlungen beschleunigt werden. Auch seien Gespräche mit verschiedenen Interessensvertretern notwendig. Unternehmen seien aufgefordert, sich zu einem Brexit-Abkommen zu äußern. Er habe den Eindruck, dass manche Unternehmen schon ihre Entscheidungen treffen und ihre Geschäfte in die EU verlagern würden, sagte ein EU-Diplomat.

Zufrieden zeigte man sich mit dem Engagement der EU-Mitgliedsstaaten bei der Lösung der Brexit-Frage. So hätten viele Mitgliedsstaaten praktische Vorschläge bei den vielen technischen Treffen etwa zu Gesundheit, Verkehr und Zöllen gemacht. Irland oder Belgien haben Informationskampagnen über die Folgen eines Brexits gestartet.

Brauchen Briten künftig ein Visum?
Noch offen sei, ob Briten nach einem Brexit ein Visum brauchen, um in die EU einzureisen, oder nicht. Das hänge von den Verhandlungen ab, hieß es aus EU-Kreisen. Klar sei aber, dass auch der Datenverkehr vom Brexit betroffen sein werde. In manchen Bereichen werde Großbritannien nach dem Brexit vom Datenaustausch ausgeschlossen werden. Darunter fielen die wichtigen Sektoren Verkehr, Gesundheit, Nahrungsmittelsicherheit und Finanzdienstleistungen, warnten EU-Diplomaten.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Nieder mit Regierung“
Sozialistische Jugend: Auf Linie mit „Gelbwesten“
Österreich
Erschreckende Bilanz
Heuer bereits 42 Bluttaten an Frauen!
Österreich
„Besser statt größer“
Das Kitzbüheler Horn in neuem Glanz
Reisen & Urlaub
Gefühlsausbruch
Mette-Marit: Tränen bei Nobelpreis-Verleihung
Video Stars & Society
Gipfel mit Big Boss
Trotz Erfolgsbilanz: Barisic droht Rauswurf
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.