Vater schlägt Alarm:

Versuchte Kindesentführung in Wien-Donaustadt!

Österreich
10.07.2018 10:12

Schock für die Eltern eines kleinen Buben am Montagnachmittag in Wien-Donaustadt: Ein Unbekannter sprach das Kind in der Nähe eines Kindergartens an, erzählte ihm, dass sich seine Eltern im Spital befänden und es mit ihm kommen soll. Die Mutter des Sechsjährigen befand sich jedoch glücklicherweise nur rund 50 Meter entfernt, kam hinzu und schlug so den Täter in die Flucht.

Zu dem erschreckenden Vorfall kam es am Nachmittag gegen 16.30 Uhr auf der Wulzendorfstraße/Ecke Tönsbergweg. „Meine Ehefrau hat unsere beiden Kinder vom Kindergarten bzw. Hort abgeholt und ist mit ihnen zunächst zum Spielplatz ganz in der Nähe gegangen“, schilderte Vater Markus H. die Situation Dienstagfrüh im Gespräch mit krone.at.

Als die Familie zurückging - die beiden Kinder im Alter von vier und sechs Jahren waren mit ihren Rollern unterwegs und fuhren voraus, befanden sich jedoch in Sichtweite der Mutter -, wurde der sechs Jahre alte Bub plötzlich von einem unbekannten Mann angesprochen. „Er hat meinem Sohn erzählt, dass seine Eltern im Krankenhaus seien und er nun mit ihm schnell im Bus mitfahren soll“, schilderte der schockierte Vater. „Er hatte sogar ein Kipferl und auch eine Nussschnecke für ihn gekauft.“

Seine Ehefrau, die das Gespräch zwischen dem Unbekannten und ihrem Sohn sofort bemerkt hatte, ging daraufhin auf den Mann zu. „Er ist dann sofort davongelaufen, in den Bus gestiegen und geflüchtet“, berichtete Markus H. weiter.

Warnung via Facebook
Sofort danach sei er zur Polizeiinspektion in die Langobardenstraße gegangen, um dort den Vorfall zu schildern. „Es wurde eine Wahrnehmungsmeldung gemacht. Die Beamten wissen nun Bescheid und werden weitere Maßnahmen setzen“, berichtete der Vater, der noch am Abend auch via Facebook eine Warnung vor dem Unbekannten online stellte. Der Beitrag wurde mittlerweile bereits über 4000-mal geteilt und im sozialen Netz verbreitet. „Seitens der Polizei wird nun der Bereich rund um den Kindergarten stärker bestreift“, erklärte Polizeisprecher Harald Sörös am Dienstagvormittag. 

Auch via Facebook wird vor dem Unbekannten gewarnt. (Bild: facebook.com)
Auch via Facebook wird vor dem Unbekannten gewarnt.

„Eltern müssen unbedingt gewarnt werden“
Doch auch im Kindergarten habe H. Dienstagfrüh den Vorfall gemeldet. „Soeben habe ich auch mit der Direktorin der Einrichtung gesprochen und sie informiert. Die Leute reagieren sehr dankbar auf diese Information. Denn die Eltern müssen unbedingt gewarnt werden. Immerhin handelt es sich dabei um eine versuchte Kindesentführung“, so Markus H. Der Unbekannte sei zwischen 45 und 55 Jahre alt, schlank, habe einen weißen Bart und einen schwarzen oder dunkelblauen Rucksack bei sich gehabt.

„Bitte haltet die Augen offen“, so der dringende Appell des Wieners. „Wenn dort in der Nähe jemand gesehen wird, auf den die Personenbeschreibung passt, bitte meldet das sofort bei der Polizei.“

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