Fr, 21. September 2018

Umbruch

Österreich: Wie sieht der typische Autokäufer aus?

Die Automobilbranche befindet sich im Umbruch. Die Elektromobilität wird immer populärer, zusätzlich finden Sharing-Angebote großer Hersteller immer mehr Anklang bei Kunden. Doch hat dieser Wandel auch Auswirkungen auf die Käuferschichten? Bei welchen Altersgruppen besteht das größte Interesse an Automobilen und welche Modelle präferieren sie? krone.at hat die genauen Daten für Österreich ausgewertet und zusammengefasst.

Für lange Zeit galt das Automobil als das Fortbewegungsmittel schlechthin. In den letzten Jahren hat sich in der Branche allerdings eine Aufbruchsstimmung breit gemacht: Die Hersteller setzen verstärkt auf E-Mobilität, in den Städten sind immer mehr Sharing-Fahrzeuge zu finden. Dennoch sind viele Menschen weiterhin auf einen eigenen PKW angewiesen, Autos gelten für fast alle Altersgruppen als das wichtigste aller Fortbewegungsmittel. Wir stellen die größten Käufergruppen vor und sagen, welche Modelle sich weiterhin der größten Beliebtheit erfreuen.

Der klassische Autokäufer: männlich, mittleres Alter, (noch) keine Kinder 
Basierend auf internen Webanalyse-Daten des Automobil-Dienstleisters mobidrome.com konnte der typische österreichische Autokäufer ermittelt werden. Er ist zwischen 25-34 Jahre alt, wohnt in der Region Wien und hat (noch) keine Familie. Ein bevorzugtes Fahrzeugmodell lässt sich daraus jedoch nur schwer ableiten. Diese Käuferschicht wählt meistens zwischen großen Offroad-Fahrzeugen, schicken Cabrios oder klassischen Mittelklasse-Modellen. Auch wendige Stadtautos stehen noch hoch im Kurs, geraten durch die vielfältigen und umweltfreundlicheren Mobilitätsangebote in urbanen Räumen aber langsam in den Hintergrund. Die genaue Wahl des konkreten Modells hängt schlussendlich auch vom genauen Wohnort und den dort vorherrschenden Bedingungen ab.

Das Familienauto - der Dauerbrenner
Nur knapp hinter den kinderlosen Autokäufern landen diejenigen mit Familie. Ganze 43% aller Kunden haben bereits Kinder - nicht nur deshalb gelten Familienautos für die Hersteller weiterhin als vielleicht wichtigste Fahrzeugkategorie. Hier rücken - im Gegensatz zu den oben genannten Modellen - andere Fähigkeiten und Attribute in den Fokus: Das Familienauto soll geräumig sein und möglichst viele Sitzplätze bieten. Daneben stehen Sicherheitsaspekte ebenfalls weit oben auf der Prioritätenliste. Features wie eine hohe Beschleunigung oder ein sportlicher Look sind für die Käufer dagegen oft zweitrangig.

Besonders zur Urlaubszeit im Sommer kommen die Vorteile der Familienautos zum Tragen. Familien fahren damit oft stundenlang in den Urlaub, für ihre Sprösslinge können solche Reisen besonders belastend sein. Ausreichend Platz und ein guter Komfort können so schnell zu den wichtigsten Kriterien werden, damit der Urlaub nicht schon im Vorfeld floppt. Mobidrome hat dafür ein Ranking der besten Familienautos erstellt und verschiedene Modelle anhand bestimmter Faktoren bewertet. Als Gewinner geht der Seat Alhambra hervor, dicht gefolgt vom VW Touran und dem Ford Galaxy. Laut dem Portal sind diese Wagen am familienfreundlichsten.

 Weniger als 30 Prozent sind Käuferinnen
Die Analyse belegt zudem noch ein gängiges Vorurteil: Laut Mobidrome sind nur 27 Prozent aller Interessenten weiblich. Das bedeutet zwar nicht, dass Frauen generell weniger Interesse an einem Auto haben oder nicht darauf angewiesen sind. Viel eher lässt sich die niedrige Quote darauf zurückführen, dass die Wahl des passenden Autos in Beziehungen gerne von Männern übernommen wird. Auch deshalb kommt es für die Automobilbranche in Zukunft sehr darauf an, ihre Käuferschichten und deren spezifischen Bedürfnisse genau im Auge zu behalten und darauf zu reagieren.

 krone.at
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