Kein Steuergeld?

Olympia-Studie wird heißes Thema im Landtag

Steiermark
01.07.2018 10:30

Laut einer am Donnerstag präsentierten Studie sind Olympische Winterspiele 2026 in der Steiermark „machbar“, eine Bewerbung rückt näher (siehe hier). Die ÖVP-SPÖ-Landesregierung bleibt dennoch weiter zurückhaltend. Die KPÖ und die Grünen machen die Studie am Dienstag im Landtag zum Thema. Sie wollen ein klares Bekenntnis, dass kein Landesgeld für die Spiele fließt.

KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler wird eine Dringliche Anfrage an Sport- und Finanzlandesrat Anton Lang (SPÖ) richten. Darin möchte sie wissen, ob das Land Steiermark die Bewerbung und Durchführung Olympischer Winterspiele aus Mitteln des Landesbudgets unterstützen wird und ob das Land Haftungen für die Gemeinden, die als Austragungsorte vorgesehen sind, übernimmt.

Klimt-Weithaler: „Angesichts der dringend nötigen Investitionen im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialbereich in der Steiermark wäre die Verwendung von Mitteln des Landes für Olympische Winterspiele ein falsches Signal. Anstatt nachher mit Forderungen des IOC oder des Grazer Bürgermeisters konfrontiert zu werden, soll sich das Land jetzt unmissverständlich dazu bekennen, kein Landesgeld in die Spiele zu stecken.“

„Steiermark steht budgetär mit dem Rücken zur Wand“
Auch die Grünen sind dieser Meinung. „Die Steiermark steht budgetär schon jetzt mit dem Rücken zur Wand, die Landesschulden sind bereits fast so hoch wie der gesamte Jahreshaushalt. Es gibt keinen Spielraum für finanzielle Experimente“, meint der Grüne Klubobmann Lambert Schönleitner. Er bringt am Dienstag einen Entschließungsantrag ein, dass kein Steuergeld für die Olympischen Spiele fließt. Schönleitner erwartet sich die „Unterstützung aller Parteien“.

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