Di, 11. Dezember 2018

Unter anderem Namen

29.06.2018 09:57

Himmlers Tochter arbeitete in 60er-Jahren beim BND

Sie wurde im Dritten Reich die „Nazi-Prinzessin“ genannt: Die Tochter von SS-Führer Heinrich Himmler begleitete ihren Vater immer wieder zu Großveranstaltungen und bei seinen Besuchen in Konzentrationslagern, wo sie eifrig Tagebucheinträge über „schöne Gärten und Zeichnungen der Häftlinge“ verfasste. Die NS-Ideologie ihres Vaters hatte Gudrun Himmler verinnerlicht. Laut einem Medienbericht ist Gudrun Burwitz, wie sie später hieß, vor Kurzem im Alter von 88 Jahren gestorben. Gleichzeitig ist Brisantes enthüllt worden: Burwitz arbeitete in den 1960er-Jahren für den deutschen Auslandsdienst.

Sie sei für wenige Jahre bis 1963 als Sekretärin im Bundesnachrichtendienst tätig gewesen, sagte der BND-Chefhistoriker Bodo Hechelhammer gegenüber der „Bild“. Damals stand der BND unter der Führung von Reinhard Gehlen, eines ehemaligen Sturmbannführers der SS und Generalmajor der Wehrmacht. Unter seiner Ägide wurden viele ehemalige SS- bzw. Gestapo-Leute angestellt. Der Zeitpunkt des Ausscheidens von Burwitz fiel mit dem „einsetzenden Wandel im Verständnis und im Umgang mit NS-belasteten Mitarbeitern“ zusammen, sagte Hechelhammer.

Burwitz sei bis ins hohe Alter in rechtsextremen Kreisen aktiv gewesen und habe an Nazi-Aufmärschen teilgenommen. Von ihrem Vater und seinen Verbrechen distanzierte sie sich demnach nie. Der BND ist der einzige Auslandsnachrichtendienst in Deutschland. Mit dessen Nazi-Vergangenheit beschäftigt sich die Forschungs- und Arbeitsgruppe „Geschichte des BND“.

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