So, 21. Oktober 2018

Ministerium kürzt:

29.06.2018 08:00

„Tägliche Turnstunde“ nur noch an den Volksschulen

„Ab dem Schuljahr 2018/19 wird die Initiative ,Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit‘ auf den Bereich der Primarstufe konzentriert, die Schulen der Sekundarstufe fallen damit aus dem Projekt“, hat das Sportministerium vor einiger Zeit intern kommuniziert. Damit fallen die Neuen Mittelschulen aus dem wichtigen Projekt. Nun protestiert die SPÖ gegen die Kürzung.

Ab dem Schuljahr 2019/20 wird es die „Tägliche Turnstunde“ dann so überhaupt nicht mehr geben, weil sie mit der Initiative „Kinder gesund bewegen“ zusammengeführt wird. Beides, den Wegfall der Bewegungs- und Sporteinheit in den Neuen Mittelschulen und die darauf folgende Zusammenlegung, hat das Sportministerium an die Leiter der Landsteuerungsgruppen mitgeteilt.

„Eine Hiobsbotschaft“
Nun ist diese Information auch in die SPÖ vorgedrungen, wo man protestiert: „Eine Hiobsbotschaft mitten  in der Einführungsphase, in der wir in Oberösterreich noch sind.“,  meint SPÖ-Bildungssprecherin Sabine Promberger: „Jetzt droht für die 10-14-Jährigen das totale Aus der täglichen Turnstunde. Das ist ein herber Rückschlag für die Kinder in Oberösterreich.“ Erst seit dem laufenden Schuljahr 2017/18 gibt es die tägliche Bewegungseinheit, die aber noch nicht weit verbreitet ist bzw. war. Im Herbst 2017 waren 156 der rund 830 in Frage kommenden Pflichtschulen in Oberösterreich dabei.

SPÖ-Kritik auch an ÖVP-Politiker Strugl
SPÖ-Politikerin Promberger attackiert in diesem Zusammenhang auch den für den Sport zuständigen ÖVP-Landesvize Michael Strugl: „Strugl wird sich rechtfertigen müssen. Denn  Ex-Sportminister Doskozil (SPÖ) hat in der Pilotprojektphase  die notwendige Mittel finanziert, aber Strugl ist es nicht gelungen, das Projekt flächendeckend in Oberösterreich umzusetzen.“

Mehr Intensität in Volksschulen
Aus Strugls Büro heißt  es dazu auf Anfrage: „Es ist  sehr bedauerlich, dass seitens des Sportministeriums die ,Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit’ nur noch auf die Volksschulen konzentriert wird. Wir nehmen dies aber zum Anlass , um diese Initiative in  der Volksschulen  noch intensiver voranzutreiben.“ Das Büro des ÖVP-Politikers bemüht auch den Bundesländervergleich, um die Aufbauarbeit in Oberösterreich in ein besseres Licht zu rücken: „In Oberösterreich haben sich im Schuljahr 2017/18 immerhin 612 Klassen in 150 Schulen beteiligt, während Niederösterreich als drittplatziertes Bundesland nur 223 beteiligte Klassen in 60 Schulen aufweist. In Kärnten als Schlusslicht gibt es überhaupt nur in 26 Klassen an 3 Schulen eine tägliche Bewegungsstunde.“

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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