Do, 15. November 2018

Kritisiert Management

17.06.2018 12:26

Helene Fischer über Showbiz und Tod von DJ Avicii

Der Tod von Star-DJ Avicii vor rund zwei Monaten hat Tausende Menschen traurig gemacht. Eine von ihnen: Helene Fischer (33). Dabei kann die Sängerin, die mit Hits wie „Atemlos durch die Nacht“ oder „Achterbahn“ die Massen begeistert, besser als jeder andere verstehen, dass das Leben als Promi nicht nur Sonnenseiten hat. In der Ö3-Sendung „Frühstück bei mir“ mit Claudia Stöckl sprach die Schlager-Beauty nun schonungslos offen über die Schattenseiten des Showbiz.

Nach ihrer erfolgreichen Hallen-Tournee, bei der Helene Fischer krankheitsbedingt in Wien zwei ihrer fünf Konzerte absagen musste, gibt es für die Schlager-Beauty keine Zeit zum Verschnaufen. Aktuell steckt die Sängerin nämlich schon in den Proben zu ihrer Open-Air-Tour, die sie am 11. Juli auch ins Ernst-Happel-Stadion nach Wien führt. Dabei kann sie dem Tour-Leben nicht nur schöne Seiten abgewinnen, wie sie im Gespräch mit Claudia Stöckl auf Ö3 verrät. „Diese Einsamkeit ist verrückt, man hat alles gegeben, die besten Stunden erlebt, da war ein Energieaustausch, den kann man gar nicht beschreiben. Um das zu verarbeiten, muss jeder seinen Weg finden.“

Fischer kritisiert Management von DJ Avicii
Sie habe für sich „Rituale gefunden: abschminken im Bad, manchmal höre ich auch Klassik, um meinen Kopf nicht zu sehr arbeiten zu lassen, weil da hat man ja auch einiges erlebt an diesen Abenden.“ Außerdem habe sie auch gelernt, „die Einsamkeit zu akzeptieren, auch ein bisschen zu genießen, ich schotte mich ab, damit ich wieder zu mir komme. Trotzdem ist es das Schönste und Wichtigste auch direkt nachdem ich in mein Zimmer gekommen bin, mit Florian zu telefonieren."

Dass nicht alle mit dieser Situation so gut umgehen können, wie Helene Fischer, zeigte sich zuletzt am tragischen Tod von Star-DJ Avicii im Oman, der natürlich auch an der Schlagersängerin nicht spurlos vorübergegangen ist. Sie könne sich gut vorstellen, dass der schwedische DJ durch seinen steilen Aufstieg in der Branche dem Druck nicht standhalten habe können. „Macht dir dein Job überhaupt noch Spaß?“, hätten Freunde und Familie da einmal fragen müssen, so Fischer.

Kritik übt sie dabei aber auch am Management Aviciis, das ihrer Meinung nach auch viel früher die Notbremse ziehen hätte müssen. „Wahrscheinlich waren da Manager, die ihn einfach gedrängt haben und das große Geld gesehen haben, die gesagt haben, komm, das ziehen wir jetzt noch durch“, mutmaßt Fischer.

„Möchte auch in 30 Jahren noch auf der Bühne stehen“
Deshalb versuche sie auch, so gut es geht trotz allen Starrummels um ihre Person, auf dem Boden zu bleiben. Klar sei ihr nämlich auch, dass der Hype um ihre Person nicht ewig anhalten werde. „Ich versuche alles aufzusaugen und zu genießen, weil ich einfach nicht weiß, wie lange es so bleiben wird.“ Für die Zukunft wünscht sich die Sängerin aber eindeutig, auch mal etwas leiser treten zu können. „Ich würde mich freuen, wenn ich auch noch in 30 Jahren auf der Bühne stehe und muss aufpassen, dass der Spaß daran nicht verloren geht. Wenn alles zu exzessiv wird und ich in diesem Tempo weitermache, befürchte ich selber, dass es zu viel wird.“

Daniela Altenweisl
Daniela Altenweisl

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Irgendwas verdeckt“
Untreue! Ex-Landesvize Pfeifenberger verurteilt
Österreich
Verfahren eingestellt
Keine Anklage gegen ORF-Moderator Roman Rafreider
Österreich
krone.at-Interview
Katzian: „Freiwilligkeit ist immer nur ein Fake“
Video Show Krone-Talk
Vor Ländermatch
Pyro-Marsch! Bosnien-Fans zündeln in Wiener City
Fußball International
„Nicht zu akzeptieren“
Ohrfeige kostet Ribery und Robben Sport-Bambi
Fußball International
„Existenzielle Krise“
ORF-Redakteure wollen noch mehr Geld
Österreich
Vom Leser inspiriert
Rezept der Woche: Feine Zitronen-Topfen-Torte
Lieblingsrezept
Kickl zu Reformplänen:
BVT wird umgebaut, Gridling soll aber Chef bleiben
Österreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.