Mo, 22. Oktober 2018

35. Donauinselfest

14.06.2018 15:52

Heuer erstmals Maßnahmen gegen sexuelle Übergriffe

Am 22. Juni startet das 35. Wiener Donauinselfest, zu dem auch heuer wieder bis zu drei Millionen Besucher erwartet werden. Weil sexuelle Übergriffe bei Großevents inzwischen traurige Realität sind, haben die Organisatoren des beliebten Inselfestes jetzt erstmals ein Maßnahmenpaket geschnürt, das besonders die weiblichen Gäste vor Belästigungen schützen soll.

In Zusammenarbeit mit dem Frauenservice der Stadt Wien präsentierten die Organisatoren im Vorfeld der Großveranstaltung eine „Awareness-Kampagne“, mit der man der sexuellen Belästigung entgegenwirken will. Rund 650 Securitys und Mitarbeiter des Festes werden für das Thema sensibilisiert und am Festival klar als Ansprechpartner erkennbar sein, berichteten die Veranstalter am Donnerstag.

„Frauen und Mädchen sollen sich am Donauinselfest wohlfühlen und ohne Sorgen und Belästigungen feiern können“, sagte Frauenstadträtin Kathrin Gaal (SPÖ). „Deshalb gibt es eigens geschultes Personal, das im Falle einer Belästigung sofort ansprechbar ist und eingreifen kann.“

Eigens geschultes Personal mit hellblauem Anker
Die von der MA 57 (Frauenservice) geschulten Sicherheitskräfte sind durch einen hellblauen Button mit einem Anker und der Aufschrift „Hilfe bei Belästigung“ erkennbar. „Wir schulen nicht nur die Securitys, sondern das geht runter bis in den Gastronomiebereich rein, so dass wirklich jeder Mitarbeiter sensibilisiert wird“, sagte Thomas Waldner, Projektleiter des Donauinselfests, das von 22. bis 24. Juni über die Bühne geht. Insgesamt werden 500 Securitymitarbeiter sowie rund 150 weitere Mitarbeiter durch einen Button als Ansprechpartner erkennbar gemacht.

Aktion auch als Signal für Frauen, nicht zu schweigen
Das Donauinselfest ist das erste Großevent, bei dem der „Rettungsanker“ für Frauen und Mädchen zum Einsatz kommt, erklärte Barbara Novak, Landesparteisekretärin der SPÖ Wien: „Wir wissen, dass es gerade bei Großveranstaltungen vorkommt, dass Mädchen und Frauen belästigt werden.“ Die Aktion solle ein Signal an alle Mädchen und Frauen sein, sich zu melden und nicht zu schweigen.

700 Polizisten in Uniform und in Zivil im Einsatz
Auch die Wiener Polizei habe eine Reihe von Maßnahmen festgelegt, um „der Sicherheit aller Frauen höchste Priorität einzuräumen“, versicherte Michael Lepuschitz, Vizepolizeipräsident von Wien. 700 Polizisten in Uniform und in Zivil werden täglich im Einsatz sein. Zu den Sicherheitsmaßnahmen zählt auch, dass Teams mit Nachtsichtgeräten die Büsche durchstreifen, berichtete Waldner.

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