Mi, 21. November 2018

Bleibt aber im Klub

13.06.2018 17:27

Martha Bißmann ist aus der Liste Pilz ausgetreten

Martha Bißmann hat am Mittwoch ihre Parteimitgliedschaft bei der Liste Pilz zurückgelegt. Die gebürtige Steirerin bleibt aber Abgeordnete im Parlamentsklub. Bißmann ist mit ihrem Austritt offenbar einem Ausschluss zuvorgekommen, der zuvor von einer Gruppe steirischer Partei-Aktivisten gefordert worden war.

Parteigründer Peter Pilz, der am Montag unter einem stillen Protest fast aller weiblichen Abgeordneten angelobt worden war, wollte Bißmann eigentlich auch aus dem Parlamentsklub ausschließen - das ist am Dienstag aber gescheitert, weil die dafür nötige Einstimmigkeit unter den Abgeordneten nicht gegeben war. Bißmann hatte sich geweigert, ihr Mandat aufzugeben und damit den Weg für Pilz‘ Rückkehr in den Nationalrat freizumachen.


Letzte Chance für Bißmann
„Martha Bißmann bekommt die Möglichkeit, das verloren gegangene Vertrauen zurückzugewinnen. Wir anerkennen ihren Willen, die politische Arbeit in Zukunft gemeinsam mit dem Parlamentsklub zu gestalten. Wir werden unsere politische Energie nicht mehr nach innen richten, sondern sie in die Oppositionsarbeit stecken“, meinte Klubobmann Wolfgang Zinggl nach der Klubsitzung am Dienstag.

„Volle Unterstützung“ von Peter Pilz
Auch Peter Pilz sieht sieht den Austritt von Martha Bißmann als „vertrauensbildende Maßnahme“. Er habe ihr eine Frist gesetzt, die Mitgliedschaft bis Mittwochnachmittag zurückzulegen und der sei sie nachgekommen, sagte Pilz am Mittwoch. Damit sei klar, dass sie die interne Kritik ernst nehme, so Pilz, der auch meinte Bißmann seine „volle Unterstützung“.

Video: Stiller Protest bei Angelobung von Pilz

Bißmann bedankt sich bei ihren Kollegen
Sie kündigte am Dienstag an, ihren „Beitrag zur Wiederherstellung des Vertrauens im Klub leisten“ zu wollen. Sie bedankte sich für die „Möglichkeit, die mir von den Kolleginnen und Kollegen dafür eingeräumt wird. Ich werde mich künftig ausschließlich auf meine inhaltliche Arbeit als Sprecherin für Energiewende und Umwelt konzentrieren.“

 krone.at
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