Mi, 18. Juli 2018

Polit-Leitungsfragen:

08.06.2018 10:50

„Spekulationen“ über Strugls Wechsel in Verbund

Oberösterreichs LH-Vize Michael Strugl (ÖVP) tut einen möglichen Wechsel in den Verbund-Vorstand als „Spekulationen“ ab - auch wenn er dort das Vierfache oder noch mehr verdienen könnte. Würde der Chef des „Standortressorts“ aus der Landesregierung ausscheiden, täte sich vor allem für den ÖVP-Wirtschaftsbund eine weitere schwierige Personalfrage auf. 

„Ich möchte Spekulationen nicht kommentieren“, sagt LH-Vize Michael Strugl (ÖVP) zur Frage, ob er denn tatsächlich in den Verbund-Vorstand wechseln werde, wie manche glauben. Nun ja, das Wort „Spekulationen“ ist eh schon ein kaum versteckter Kommentar zum möglichen Wahrheitsgehalt. Andererseits sagt Strugl auf Anfrage auch nicht klipp und klar: „Ich habe mich nicht beworben.“

Ab 842.193 Euro Jahresbrutto für Verbund-Vorstand
Ein bis zwei Vorstandsmandate beim Stromkonzern Verbund (je nach eventuellem Vorstandsverkleinerungsimpuls) werden mit Jahresende für externe Besetzungen frei. Wobei  zumindest die Bezüge einen im Vergleich minder bezahlten Landespolitiker (mit heuer eingefrorenen 226.774 Euro Jahresbrutto) verlocken könnten. Der eine ausscheidende Vorstand kam 2017 auf 842.193 Euro Jahresbrutto - schon das ist etwas mehr, als alle drei Vorstände der Energie AG Oberösterreich  miteinander bekommen! -, der andere verdiente  1,133 Millionen Euro.

Doch noch Dienstort Wien für Strugl?
Weit mehr Geld, das könnte schon wechselmotivierend  sein, auch wenn wir Strugl so ein  banales Motiv nicht unterstellen wollen. Das andere wäre mehr Lebensqualität, vom Jobprofil her, nicht vom Dienstort, denn der wäre Wien. Für den war Strugl ja 2017 gar als Minister im Gespräch, in der Regierung Kurz/Strache wurde es dann aber doch nichts damit. Andererseits ist da die - in Zeiten der Hochkonjuktur meist positive - Herausforderung durch das Standortressort, das Strugl in der oö. Landesregierung innehat. Unser Tipp also: Strugl bleibt eher in Linz.

ÖVP-Wirtschaftsbund hätte weiteres Personalproblem
Tut er’s doch nicht, hat ÖVP-chef LH Thomas Stelzer und besondersa der ÖVP-Wirtschaftsbund in Oberösterreich ein weiteres Personalproblem, stehen doch einige WB-Landtagsabgeordnete vor dem Aufhören: Viktor Sigl, Alfred Frauscher und vielleicht auch Gabriele Lackner-Strauß werden nachzubesetzen sein. Für die Nachfolge in der Landesregierung kämen in Frage, nähme man, wie es sich gehörte, eine Frau: WKO-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer, die Unternehmerin und Nationalrätin Angelika Winzig, aber auch, wagemutiger,  die 40-jährige Jung-Nationalrätin Therese Niss, besser bekannt unter ihrem Mädchennamen  Mitterbauer.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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