Di, 18. September 2018

Welas schließt bald

25.05.2018 10:25

Welser Einkaufszentrum kommt unter den Hammer

Das Restaurant hat am 2. Juni zum letzten Mal geöffnet, die Regale sind womöglich schon am Mittwoch leer! Der Totalabverkauf im Welas-Park in Wels, der ab Juli total umgebaut wird, biegt auf die Zielgerade. Für die Mitarbeiter gibt es noch immer keinen Sozialplan.

Lametta, Lichterketten, Kugeln - in zwei Boxen liegen die letzten Weihnachtsartikel bereit, die im Welas-Park derzeit um 70 Prozent reduziert verkauft werden. „Alles muss raus“, lautet das Motto im Einkaufszentrum in Wels, das derzeit noch zum Reich von Gerhard Weiß gehört, der auch das Taborland in Steyr und das Pro-Kaufland in Linz betreibt. Am 27. Juni übernimmt dann der neue Besitzer - die Gruppe um Stefan Rutter und Christian Harisch - die Schlüssel. Ein Totalumbau folgt.

Zwei Besichtigungstage
Die „besenreine Räumung“ zwischen der Schließung am Samstag, 2. Juni, und der Schlüsselübergabe an die „Neuen“ übernimmt Norbert Lehner und seine von Breitenaich aus agierende Betriebsverwertungsfirma Lenox-Trading. Für den 42-Jährigen und seine Mitarbeiter bedeuten die nächsten Tage deshalb höchsten Stress: Ab 4. Juni werden nämlich alle Einrichtungsgegenstände katalogisiert und fotografiert, dann dank der Online-Auktionsplattform Aurena versteigert. „Zwei Besichtigungstage gibt’s, Kunden müssen die ersteigerten Stücke selbst abbauen“, sagt Lehner. Mehr als 100 Sattelschlepper können mit der Ausstattung des Welas-Parks gefüllt werden, rechnet er. Vom Büro über die Bäckerei bis zum Restaurant, von der Lager-Einrichtung bis zu Kühlräumen - alles kommt unter den Hammer.

Noch keine Einigung
Noch läuft im Welser Einkaufszentrum der ultimative Abverkauf, viele Regale sind bereits leer, Abteilungen geschlossen - viele sind auf Schnäppchenjagd. Keine leichte Situation für die Mitarbeiter, für die es nach wie vor keinen Sozialplan gibt. Am Mittwoch gab es erneut Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft der Privatangestellten und der Firma Weiß, bislang gibt’s keine Einigung.

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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