Der Einsatz von Schwester Marco Gneis beginnt jeden Morgen um 7.30 Uhr, wenn Kindergeschrei und tratschende Frauen sich vor den Toren des bunt bemalten Hauses in Marianhill bemerkbar machen. Über Vorarlberg, wo sie mit 14 Jahren in den Orden der Schwestern vom Kostbaren Blut eintrat, kam die Rattersdorferin (Bezirk Oberpullendorf) in den 70er-Jahren in das Dorf in Südafrika. "Zu dritt wurden wir ausgewählt, um hier Krankenpflege zu lernen. Mission bedeutet für mich nicht nur Kloster. Ich wollte immer helfen", erzählt Schwester Marco.
"Ich mach ja nur eine kleine Arbeit"
Seit 25 Jahren kümmert sich die Ordensfrau mittlerweile um das von ihr gegründete Selbsthilfezentrum Jabulani, auf Zulu „Freude“. 120 Frauen haben hier nicht nur Arbeit, sondern auch Hoffnung gefunden. Mit Nähen, Weben, Kerzengießen, Backen und Gartenbau verdienen sie sich einen kleinen Lohn und erhalten zwei Mahlzeiten täglich. Zudem werden in Jabulani 200 Schulkinder betreut.
In Eisenstadt wurde dem "Engel der Armen" für den unermüdlichen Einsatz jetzt von Bischof Paul Iby der Romero-Preis überreicht. Die Ordensfrau zeigte sich bescheiden: "Ich mach ja nur eine kleine Arbeit."
von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung











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