Sa, 15. Dezember 2018

4 Festnahmen in Tirol

23.04.2018 11:59

Hoher Stromverbrauch verriet Cannabis-Züchter

Sein auffällig hoher Stromverbrauch wurde nun einem Holländer (42) im Tiroler Zillertal zum Verhängnis. Die Polizei ging einem anonymen Hinweis nach und fand in der Wohnung des Mannes unter anderem eine Cannabisplantage mit 200 in Blüte stehenden Pflanzen. Der Verdächtige rechtfertigte sich damit: Es sei alles für den Eigengebrauch! Abgesehen von diesem Fall konnte die Polizei auch noch ein britisches Trio entlarven, das im Rahmen des „Snowbombing-Festivals“ in Mayrhofen in großem Stil mit Drogen gedealt haben soll.

Fall 1: Anfang April ging bei der Polizeiinspektion Mayrhofen ein Hinweis ein, dass eine Wohnung in einem Mehrparteienhaus einen verdächtig hohen Stromverbrauch aufweisen soll. Beamte wollten daraufhin die Wohnung genauer unter die Lupe nehmen. Und als der 42-jährige Mieter den Polizisten öffnete, drang bereits „eindeutiger und intensiver Cannabisgeruch“ aus den Räumlichkeiten, heißt es aus Ermittlerkreisen. In einem 20 Quadratmeter großen Zimmer entdeckten die Beamten dann eine professionell angelegte Cannabisplantage mit 200 in Blüte stehenden Pflanzen.

Weitere Wohnung im Visier der Ermittler
Im Zuge der Ermittlungen stießen die Ermittler dann auf eine Wohnung in Innsbruck, die ebenfalls vom 42-jährigen Verdächtigen genutzt wurde. Bei einer Hausdurchsuchung wurden dort rund sechs Kilo Cannabiskraut, sechs Gramm Koks und rund 15.000 Euro Bargeld sichergestellt.

Großdealer entlarvt?
„Aufgrund der Größe der Plantage, die vermutlich pro Ernte einen Ertrag von ca. sechs Kilogramm Marihuana ergeben dürfte (Straßenverkaufswert rund 60.000 Euro, Anm.), sowie der in der zweiten Wohnung vorgefundenen Beweismittel steht der Beschuldigte im Verdacht, schon mehrfach größere Mengen Marihuana erzeugt und anschließend verkauft zu haben“, so die Polizei.

Der Verdächtige sitzt mittlerweile in U-Haft. Er behauptet laut den Ermittlern, dass er das Cannabis für den Eigengebrauch angebaut habe.

Fall 2: Mitte April nahm die Polizei in Mayrhofen drei Briten im Alter von 25 und 27 Jahren fest. Das Trio soll im Rahmen des „Snowbombing-Festivals“ in großem Stil mit Drogen gedealt haben.

Drogen statt Essen
Ihre Vorgehensweise laut Polizei: „Durch das Verteilen von professionell und extra hierfür angefertigten Visitenkarten, auf denen sie mit Essenslieferungen warben, wurde von den Interessenten und späteren Abnehmern telefonisch Kontakt zu den Dealern hergestellt. Diese dürften nämlich bereits beim Kartenverteilen kommuniziert haben, dass keine Speisen, sondern diverse illegale Suchtmittel im Angebot stehen.“

Bei der Durchsuchung der Unterkunft, in der das Trio untergebracht war, fanden die Ermittler 8000 Euro Bargeld sowie 85 Gramm Kokain, 250 Gramm MDMA, 375 Stück Ecstasy-Tabletten, 100 Gramm Marihuana und 25 Gramm Ketamin mit einem Straßenverkaufswert von insgesamt rund 20.000 Euro. Die Suchtmittel waren zum Teil für den Weiterverkauf bereits abgewogen bzw. vorportioniert und verpackt.

Weiteres Lager in München
Im Zuge der Ermittlungen führte die Spur auch nach München. Es ging um einen Lagerraum, den einer der Verdächtigen angemietet haben soll. Der Raum diente wohl als Drogenbunker. Denn die deutsche Polizei stellte dort bei einer Nachschau Suchtgift im Wert von fast 70.000 Euro sicher.

Die drei Männer sitzen in U-Haft. Nur einer zeigt sich geständig.

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