Do, 16. August 2018

Leidenswege:

20.04.2018 06:22

Nach Zeltfest-Drama kämpfen sich zwei Opfer zurück

Die strafrechtlichen Ermittlungen nach dem Zeltfest-Drama von St. Johann am Walde mit zwei Toten sind - wie berichtet - eingestellt. Schuld war demnach „ein nicht vorhersehbares Naturereignis“. Noch nicht beendet sind jedoch die Genesungsprozesse mehrerer überlebender Opfer. Bei manchen dürfte das noch Jahre dauern.

Herabstürzende Trümmer des Feuerwehr-Festzeltes waren Lukas H. (21) am 18. August 2017 auf den Kopf gefallen. Ein massives Schädel-Hirn-Trauma, Brüche im Gesicht und eine Augenverletzung waren die Folge. Auch sein Fuß wurde verletzt. Lukas lag wochenlang im künstlichen Tiefschlaf.

Langzeit-Reha
Acht Monate später haben sich die körperlichen Beschwerden gebessert, die Beeinträchtigungen sind jedoch noch immer gravierend. Lukas’ Bein steckt in einer Schiene, ein Auge ist abgeklebt. „Er hat nur zehn Prozent Sehkraft und sieht Doppelbilder“, sagt Mutter Kerstin H. Auch psychisch sei der Sohn angeschlagen. Sie hofft, dass Lukas eine Langzeit-Reha in Gallspach bewilligt bekommt. „Damit er eines Tages wieder allein zurechtkommen kann.“ Die Hoffnung auf eine vollständige Genesung gibt sie nicht auf.

Künstliche Schädeldecke
Noch deutlich mehr Fortschritte hat Jan P. (21) gemacht. Der Kunststofftechniker hat drei Kopfoperationen hinter sich, ihm wurde eine künstliche Schädeldecke eingesetzt. „Er hat kaum noch Schmerzen und möchte sich bald einen Job suchen“, freut sich Mutter Irmgard P. Zuvor sind noch Physiotherapien nötig, um den Aufbau der - als Folge der Spitalsaufenthalte - verkümmerten Muskeln zu forcieren. Für beide Opfer haben „Krone“-Leser gespendet.

Rollstuhl
Noch stark gehandicapt ist auch Christoph B. (20). Der Metalltechniker befindet sich zurzeit auf Reha in Bad Häring in Tirol. Er sitzt im Rollstuhl, leidet unter anderem an einer feinmotorischen Hemmung der Finger. Ende Mai wird er hoffentlich wieder nach Hause dürfen und einen behindertengerechten Anbau beim Elternhaus beziehen können, für dessen Errichtung seine Feuerwehrkameraden fleißig Hand angelegt haben.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner

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