Mi, 26. September 2018

Unvorstellbare Szenen

18.04.2018 08:40

Triebwerk im Flug explodiert - Passagierin getötet

Unvorstellbare Minuten an Bord einer Boeing 737 der US-Billigfluggesellschaft Southwest Airlines: Ein Triebwerk explodierte im Flug, Trümmerteile durchschlugen ein Fenster. Eine Passagierin, die direkt an diesem Fenster saß, wäre beinahe hinausgezogen worden. Sie musste von anderen Fluggästen festgehalten werden. Die Frau wurde durch den Sog lebensgefährlich verletzt und verstarb nach der Notlandung im Spital. Sieben weitere Menschen wurden leicht verletzt.

An Bord der Maschine, die auf dem Weg von New York nach Dallas außerplanmäßig in Philadelphia notlanden musste, waren 144 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder.

Bilder und Videos in den sozialen Medien zeigen, wie dramatisch die Situation war. Nach Angaben eines Passagiers explodierte ein Triebwerk während des Flugs, als die Maschine auf ihrer Flughöhe von etwa 10.000 Metern war, und zerstörte eine Fensterscheibe in Reihe 17. „Da war überall Blut“, berichtete Marty Martinez gegenüber dem US-Sender CBS News nach dem Horrorflug. Es war das Blut jener Frau, die von den Teilen der zerstörten Turbine getroffen und dabei schwerst verletzt worden war.

„Ihr halber Körper war schon außerhalb des Flugzeugs“
Bei der Frau handelt es sich laut Medienberichten um die 43-jährige Jennifer Riordan aus Albuquerque, die auf dem Weg von einer Geschäftsreise in New York nach Hause zu ihrem Ehemann und den zwei Kindern war. Ein weiterer Passagier schilderte der „Daily Mail“, wie zwei Männer es gerade noch geschafft hätten, die bewusstlose Frau wieder in ihren Sitz zurückzuziehen, nachdem sie durch das zerstörte Fenster beinahe nach draußen gezogen worden wäre. Ein weiterer Passagier: „Von der Hüfte abwärts war ihr Körper schon außerhalb des Flugzeugs.“

Laut Marty Martinez habe das Flugzeug nach der Explosion rasch an Höhe verloren. „Es hat sich angefühlt wie ein freier Fall. Ich dachte, es wären meine letzten Momente“, so der Mann, der auf Facebook auch ein Video von sich mit der wegen des Druckabfalls über sein Gesicht gezogenen Sauerstoffmaske gepostet hatte.

Die Crew, allen voran die Pilotin, leistete angesichts der Notsituation eine hervorragende Arbeit und konnte sicher in Philadelphia landen. Die Pilotin war laut US-Medien unter den ersten Kampfpilotinnen der Navy gewesen, die in die zivile Luftfahrt wechselten.

Am Flughafen wartete bereits eine Armada von Rettungs- und Feuerwehrfahrzeugen. Das Leben der ins Spital eingelieferten Schwerverletzten konnten die behandelnden Ärzte nicht mehr retten. Nach Angaben der Feuerwehr erlitten sieben Menschen leichte Verletzungen, sie mussten aber nicht im Krankenhaus behandelt werden.

Ähnlicher Zwischenfall im August 2016
Die Hintergründe des Triebwerkschadens sind noch unklar. Allerdings handelt es sich bereits um den zweiten gefährlichen Zwischenfall einer Southwest-Airlines-Maschine in knapp zwei Jahren. Im August 2016 hatte das Triebwerk einer Boeing auf dem Weg von New Orleans nach Orlando versagt. Damals durchschlug ein Teil des Triebwerks eine Tragfläche.

 krone.at
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