27.10.2009 17:37 |

Nächtlicher Protest

Universitäts-Aula in Klagenfurt von Studenten besetzt

Auch an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt laufen nun Proteste gegen das Bildungsministerium. Nach einer ersten "Protestveranstaltung" von 400 Studenten im prall gefüllten Hörsaal 1 am Dienstagnachmittag, fanden sich am Abend die ersten Studenten ein, um die Nacht auf Mittwoch in der Aula zu verbringen. "Wir haben eine Solidaritätsecke eingerichtet, ein Teil der Aula wird friedlich besetzt. Wir blockieren aber nichts", so Stefan Sagl, Vorsitzender der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) Klagenfurt.

Mit Decken und Polstern hatten sich vorerst rund 20 Personen im hinteren Teil der Aula versammelt, Banner wurden aufgehängt und rege Diskussionen waren ausgebrochen. "Es ist ziemlich sicher, dass die Studenten über Nacht bleiben werden", sagte der Studienvertreter. Wie lange die Besetzung dauern werde, sei offen. "Laut Gesetz braucht es einen Räumungsbefehl", um die Leute zu vertreiben.

Mit der Protestkundgebung wolle man "ein starkes Signal setzen, dass die Vorgehensweise des Ministeriums auch in Klagenfurt nicht goutiert wird", so ÖH-Vorsitzender Stefan Sagl.

Forderungen wie "wir brauchen mehr Geld für Bildung, freier Hochschulzugang, keine Elitebildung" oder "ein klares Bekenntnis der Politik zur Weiterentwicklung des österreichischen Bildungssystems" wurden von den rund 400 Studenten am Nachmittag im Hörsaal mit lautem Jubel und Applaus bedacht.

"Sie sollen sich warm anziehen"
In erster Linie suche man aber den Schulterschluss mit dem Rektorat und dem Mittelbau. Aber wenn das Rektorat die Vorgehensweise des Ministeriums gutheiße, dann "sollen sie sich warm anziehen", warnte Studienvertreter Sagl. Am Campus und in der Aula wurden Hürden aufgestellt, die mit Schlagwörtern wie "Zugangsbeschränkungen" versehen waren. Auch (Noch-)Wissenschaftsminister und Neo-EU-Kommisar Johannes Hahn stellte einen "Stolperstein" für Hereinströmende dar.

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