28.10.2009 14:45 |

Indie-Komödie

"Twilight"-Star Kristen Stewart im "Adventureland"

James Brennan hat soeben das College abgeschlossen. Weil ihm seine Eltern den erwünschten Trip nach Europa nicht bezahlen können, nimmt er einen Ferialjob in einem Vergnügungspark an. Und landet mitten auf der Achterbahn der Gefühle. Regisseur Greg Mottola verfilmte mit "Adventureland" sein eigenes Drehbuch, in dem er seine Erfahrungen aus der Studienzeit verarbeitete.

Sommer 1987. James Brennans größter Wunsch ist es, durch Europa zu fahren. Dafür braucht der an und für sich gut situierte College-Absolvent allerdings Geld, das er sich nun selbst verdienen muss. Und so bleibt James nichts anderes übrig, als einen Ferialjob anzutreten - ausgerechnet im lokalen Vergnügungspark in der Nähe von Pittsburgh. Statt wildem Lotterleben erwarten ihn übergewichtige amerikanische Familien und nervige Kinder. Doch was sich für James als schlimmster Sommer seit Jahren abzeichnet, erweist sich bald als ungewöhnlicher Glücksfall: Er verliebt sich in Emily und die Liebeswirren beginnen.

Die Figur des jugendlichen Träumers hat Regisseur Greg Mottola, der seit seinem Erfolg mit "Superbad" zum festen Mitglied der sogenannten "Apatow Factory" rund um Comedy-Mastermind Judd Apatow gehört, äußerst liebevoll gezeichnet. Jesse Eisenberg geht darin völlig auf, ihm zur Seite stehen "Twilight-Star" Kristen Stewart und in einer Nebenrolle als betrügender Gatte auch Scarlett Johanssons Ehemann Ryan Reynolds.

Der klassische Coming-of-Age-Film lebt vor allem von seinem Retrosetting. Wenn Falco und die Sommerhits der 80er-Jahre durch den altbackenen Vergnügungspark tönen, wenn die Mitarbeiter sich nach getaner Arbeit ins Karussell setzen und den Joint kreisen lassen. Wenn sich Pärchen finden und verlieren und nach den richtigen Worten ringen, die dann doch nicht kommen wollen. "Adventureland" ist weniger Komödie denn klassischer Coming-Of-Age-Film, der seine Charaktere noch einmal deutlich ernster nimmt und dafür auf eine konstant hohe Witzquote verzichtet. Reichlich zu lachen gibt es aber trotzdem.

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Die amüsant-exzentrische, dafür aber nicht weniger einfühlsame Komödie geht auf die Kappe von Greg Mottola, der hier halb autobiografisch sommerliche Reminiszenzen aus dem Jahre 1987 aufarbeitet und erste bittersüße Lebenserfahrungen mit recht smarten Dialogen unterlegt. Cool auch der Soundtrack, der von David Bowie bis zu The Cure reicht.

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