Leere Taschen

Bereits 37.000 Haushalte erhalten Wohnbeihilfe

SPÖ-Landesrat Hermann Kepplinger schlägt Alarm: Weil die Einkommen weniger steigen als die Mietpreise und Betriebskosten, müssen heuer bereits 37.000 oberösterreichische Haushalte mit 84 Millionen Euro unterstützt werden – um gut zehn Prozent mehr als vor einem Jahr.

„Mehrkinderfamilien und Mindestpensionisten kriegen Probleme“, macht sich Kepplinger Sorgen, „obwohl wir 120.000 gemeinnützige Wohnungen haben“. Während die Oberösterreicher pro Quadratmeter im Schnitt sechs Euro Miete zahlen, kostet’s in Salzburg 7,60 Euro und in Wien 6,12 Euro, im Burgenland aber nur 4,52 Euro.

Die Krise, die neuen Arbeitslosen und notwendige Budgetsanierungen werden die Geldnöte noch verschärfen. Immer mehr Menschen werden unter die Armutsgrenze der Sozialhilferichtsätze (837 Euro pro Monat und Person) fallen und sich höhere Mieten ohne öffentliche Hilfe nicht mehr leisten können: Während die Wohnkosten seit der Jahrtausendwende um 29 Prozent gestiegen sind, gab’s nur 19-prozentige Lohnerhöhungen.

Und die Schere klafft immer mehr auseinander: Seit dem Vorjahr hat sich das Wohnen bei einer Inflationsrate von 0,3 Prozent um 5,3 Prozent verteuert. Mitschuld sind Preiserhöhungen bei Mieterwechsel, Energie und Sanierung.

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