Di, 16. Oktober 2018

Natur-Kosmetik

05.03.2018 09:41

Green Chic: Die neuesten Trends der Natur-Kosmetik

Naturkosmetik liegt weiterhin voll im Trend. Biologisch produzierte oder rein vegane Inhaltsstoffe, den körpereigenen Stoffen nachempfundene Formeln, der Verzicht auf Konservierungsstoffe und künstliche Düfte – das sind alles wegweisende Merkmale der Branche. Was bei diesem Mega-Trend auch zukünftig Bestand hat, wird hier vorgestellt.

Naturkosmetik ist nicht gleich Naturkosmetik

Seinen Körper auf natürliche Art und Weise zu pflegen, ist ein nicht aufzuhaltender Trend. Auch in Supermärkten finden sich neben Bioprodukten und fair gehandelten Lebensmitteln immer mehr grüne Kosmetikprodukte. Gleichwohl die Naturkosmetik seit vielen Jahren boomt und immer mehr Labels in dieser Richtung produzieren, ist der Aufklärungsbedarf weiter hoch. Denn ein paar schöne Naturbilder und die Ergänzung Bio macht noch keine zertifizierte Qualität.

Gerade in Österreich sind die Begriffe Naturkosmetik und Biokosmetik klar definiert. Anders als in anderen europäischen Ländern gilt hier das Lebensmittelbuch als rechtliche Grundlage. Bei Naturkosmetik müssen zwingend natürliche Stoffe enthalten sein, egal ob aus pflanzlichem, tierischem oder mineralischem Ursprung. Bei Biokosmetik müssen 95 Prozent der Inhaltsstoffe aus biologischer Produktion kommen.

Wer auf Nummer sicher gehen will, achtet auf zertifizierte Biokosmetik mit einem Gütesiegel einer Bio-Kontrollstelle wie der SLK GesmbH oder der Austria Bio Garantie GmbH. Auch das BDIH-Siegel, das Ecosert-Siegel oder das NaTrue-Zeichen auf einer Verpackung sind ein vertrauenswürdiges Zeichen von geprüfter Natur-Qualität.

Natürliche Zutaten aus der Region

Was macht Naturkosmetik so wertvoll? Natürlich nur beste Bestandteile. Die Verwendung von naturbelassenen Wirkstoffen ist eigentlich eine Rückkehr zu den ureigensten Wurzeln. Viele österreichische Hersteller von naturbelassener Kosmetik verwenden deswegen nur beste natürliche Zutaten aus der Region. Der Tiroler Kräuterhof beispielsweise nutzt zur Produktion nur Bergkräuter aus einer Höhe von über 1000 Metern und Quellwasser aus Tiroler Bergquellen.

Auch in der Kosmetik-Branche greift der Nachhaltigkeitsgedanke. Das Vermeiden von unnötigen Transportwegen, das Sparen von Wasser und Energie bei der Herstellung sowie umweltschonende Verpackungen, am besten auch aus der Region, gehören selbstverständlich dazu.

Made in Austria steht hier für natürliche Qualität. Verantwortungsbewusste Hersteller von hochwertiger Naturkosmetik achten nicht nur auf regionale Bezüge. Ehrliche Angaben sind ein weiteres Merkmal. So steht eine Volldeklaration der Inhaltsstoffe nicht nur in der vorgeschriebenen INCI-Sprache auf der Verpackung, sondern in verständlichem Deutsch.

Natur pur: Verzicht auf Chemie

Ein weiteres Qualitätsmerkmal von Naturkosmetik: Höchstmögliche Natürlichkeit wird gewährleistet durch den konsequenten Verzicht auf chemisch produzierte Inhaltsstoffe, wie

  1. Glycerin oder Glycerol,
  2. chemische Emulgatoren,
  3. Sodium- oder Sodium-Laureth-Sulfat-Verbindungen,
  4. PEG, Betain, Paraffine oder Silikone,
  5. chemische Farb-, Duft- oder Konservierungsstoffen
  6. und Palmöl.

Zu einer in jeder Hinsicht unbedenklichen Naturkosmetik gehört drüber hinaus, dass alle Zutaten ohne Tierversuche produziert werden. Nicht nur bei veganen Naturkosmetik-Produkten sollte dies eine Selbstverständlichkeit sein.

Mega-Trend Männerkosmetik

Überall ist dieser Trend zu sehen: Männer und Kosmetik. Eine weitere Natukosmetik-Linie wurde in und um Tirol speziell für Männer entworfen. Dabei ist das reine Tiroler Bergquellwasser ein wesentlicher Inhaltsstoff. Die vegane Kosmetik-Linie greift damit mehrere aktuelle Trends auf: Vegane und möglichst naturreine Inhaltsstoffe sowie eine speziell auf Männerhaut abgestimmte Rezeptur.

Männer sind also die neue Zielgruppe der Kosmetik-Branche. Wie die österreichische Informationsplattform kosmetik transparent ausweist, ist Männerkosmetik auch zukünftig ganz klar ein Wachstumsbereich. Der Männerpflegemarkt ist im Jahr 2015 auf 86 Millionen Euro Umsatz gestiegen und Experten prognostizieren weiteren Bedarf. Nicht nur die Klassiker After-Shave, Deo und Duschprodukte for men sind gefragt, auch immer mehr spezielle Haar- und Hautpflegeprodukte gehen auf die besonderen Ansprüche von Männern ein.

Kosmetik selber herstellen

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wer seine Pflegeprodukte selbst produziert, weiß, was wirklich darin enthalten ist. Immer mehr Menschen finden Gefallen daran, kosmetische Produkte des täglichen Bedarfs selbst herzustellen. Das geht von Shampoo über Rasierseife über Hautcreme bis hin zu Lippenbalsam. Die Rezepte zum Selbermachen gibt es inzwischen auf vielen Internet-Portalen, zum Beispiel bei der Umweltberatung.

Eine solche Hautpflege braucht meist wenige Zutaten. Sie ist schnell in der eigenen Küche herzustellen und hält locker mit teuren Naturprodukten mit. Viele Zutaten sind oft leicht in der unmittelbaren Umgebung zu bekommen: Aromatische Früchte und Gewürze oder Wildkräuter und hochwertige Öle aus dem Bioladen reichen aus.

Dieser Trend macht Sinn. Viele Hautexperten sagen, dass etwa 60 Prozent der kosmetischen Produkte direkt unter die Haut gelangen. Ob Nahrungsmittel oder Kosmetik: Für jeden gesundheitsbewussten Verbraucher gelten somit ähnliche Auswahlkriterien. Je sorgfältiger die Zutaten ausgesucht sind, umso gesünder. Und überflüssige Verpackungsmaterialien fallen so ebenfalls nicht an.

Vegane Kosmetik weiter stark

Nicht nur bei der Ernährung zählt für viele Verbraucher der komplette Verzicht auf tierische Produkte. Auch in der Kosmetik sollten keinerlei tierische Inhaltsstoffe mehr enthalten sein. Bei veganer Kosmetik wird konsequent auf Zusätze wie Honig, Bienenwachs oder Milch verzichtet.

In herkömmlicher Kosmetik stecken viele versteckte tierische Bestandteile: Zermahlene Hufe und Federn, Seifen aus Rindertalg oder Duftstoffe, die vom Pottwal stammen sind nicht gerade sympathisch. Versteckt in den unverständlichen Angaben auf den Verpackungen fallen solche Angaben nicht gleich auf.

Natur in Kosmetik generell auf dem Vormarsch

Der Trend zur Natur ist schon lange im Mainstream angekommen. Es gibt immer mehr natürliche Zutaten, die auch in den etablierten Marken zum Einsatz kommen:

  1. Die Verwendung von Aktivkohle ist ein solches Phänomen: In Haut- und Zahnpflegeprodukten oder sogar Mizellen-Gesichtswasser wird die schwarze Zutat integriert.
  2. Zero Waste ist ein weiterer Trend, der dem Müll-Problem entgegensteuern soll. Viele Hersteller verlagern sich beispielsweise auf Seifen, um Plastikmüll zu sparen.
  3. Reizarme Pflege bedeutet auch Verzicht auf bestimmte Duftstoffe und Alkohol, die die Haut irritieren könnten. Das kommt insbesondere empfindlicher Haut oder Allergikern zugute.
  4. Anti-Pollution-Effekte sollen die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Feinstaub oder Smog schützen, dies wird mit bestimmten kosmetischen Produkten möglich.

Auch wenn auf immer mehr Kosmetik-Produkten der Hinweis auf natürliche Zutaten klebt, ist das noch lange keine Garantie für wirklich naturbelassene Inhalte. Vor allem, wenn dies zu Schnäppchen-Preisen im Regal steht. Werden die hier genannten Kriterien eingehalten, hat eine solche Qualität seinen Preis.

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