Teurer "Spaß"

Linzer Stadtwache kostet fünf Millionen Steuer-Euros

Oberösterreich
10.10.2009 08:42
„Wir schnitzen jetzt gerade ein Sicherheitsressort für einen Freiheitlichen“, erfüllt der Linzer SPÖ-Bürgermeister Franz Dobusch etwas widerwillig die ÖVP-FPÖ-Forderungen nach einer Stadtwache: Wenn nur hundert Magistrats-Sheriffs die zweihundert eingesparten Bundes-Polizisten notdürftig ersetzen, erwachsen der Stadt Kosten von jährlich mindestens fünf Millionen Steuereuro.

„So viel werden wir uns nicht leisten können“, rechnet der Stadtchef noch mit zusätzlichen Ausgaben für Infrastruktur, Uniformen und Fahrzeuge: „Da müssen wir umweltfreundliche E-Cars oder Bikes kaufen.“ Aber keine Waffen: Wenn’s brenzlig wird, wenn’s Widerstand und Festnahmen gibt, dann müssen die Stadtwächter die Polizei rufen – wie jeder Private auch.

Trotzdem soll der künftige FPÖ-Stadtrat Detlef Wimmer (8,1% der Stimmen bei der Bürgermeisterwahl) im neuen Sicherheitsressort nicht nur die Stadtwache übernehmen, sondern auch Feuerwehr und Katastrophenschutz, für den Dobusch (58,1%) bisher selbst verantwortlich war. So wird auch ein Wählerwunsch erfüllt, da laut IMAS-Umfrage 62 Prozent der Linzer einer Stadtwache zustimmen und genauso viele für einen eigenen Stadtrat für Ordnung und Sicherheit sind.

"OÖ-Krone"
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