Fr, 22. Juni 2018

Staatsanwalt ermittelt

03.03.2018 07:20

Geheimdienst-Krimi: Drei Beamte gefeuert

Agenten-Krimi in Wien! Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) wird von einem Mega-Skandal erschüttert: Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des Datenmissbrauchs bzw. der Veruntreuung von Informanten-Geldern.

In der hochbrisanten Affäre gab es vor drei Tagen einen Paukenschlag: Mehrere Staatsanwälte und Sonderermittler tauchten in dem streng abgesicherten BVT-Hauptquartier in Wien auf und durchsuchten mehrere Büros. Im Visier der Justiz stehen Mitarbeiter des polizeilichen Geheimdienstes. Konkret geht es um die Abteilung II, Nachrichtendienst und Proliferation.

Die Vorwürfe der Justiz wiegen jedenfalls schwer: Mindestens drei dortige Mitarbeiter stehen in Verdacht, Daten missbräuchlich verwendet und sogenanntes Zundgeld, also Zahlungen für Informanten, in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Bei den Daten soll es unter anderem um Nordkorea gehen. Der Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, Peter Gridling, musste sich einer Einvernahme über seine Mitarbeiter stellen. Drei Beamte wurden vorläufig vom Dienst suspendiert.

Fünf Staatsanwälte betraut
Doch die Ermittlungen in der Geheimdienst-Affäre stehen offenbar erst am Anfang. Die Frage ist, wie BVT-Beamte mit österreichischen Staatsgeheimnissen umgegangen sind. Wie die „Krone“ aus Insiderkreisen erfuhr, dürften noch weit mehr Verdachtsmomente vorliegen. Die Brisanz ist auch daran erkennbar, dass fünf Staatsanwälte mit dem heiklen Fall betraut sind.

Christoph Budin, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.