09.10.2009 07:44 |

Dialog gescheitert

OAS-Delegation reist aus Honduras ab

Bei den Vermittlungen über einen Ausweg aus der Regierungskrise in Honduras ist vorerst kein Durchbruch erzielt worden. Einen Tag nach dem Beginn eines politischen Dialogs zwischen Vertretern der Putschregierung von Roberto Micheletti und des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya verließ die Delegation der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) das mittelamerikanische Land.

In einer Stellungnahme lobten die Vermittler jedoch die Bereitschaft beider Seiten zu direkten Gesprächen. Zuvor hatte der nach einem Putsch gegen den rechtmäßigen Präsidenten Manuel Zelaya installierte und international nicht anerkannte Übergangspräsident Roberto Micheletti die Forderungen der internationalen Gemeinschaft nach Wiedereinsetzung Zelayas bei den Gesprächen in brüskem Ton zurückgewiesen. "Sie kennen die Wahrheit nicht oder Sie wollen sie nicht kennen", herrschte er mit vor Wut bebender Stimme Vertreter der OAS an.

Einhaltung der Menschenrechte gefordert
Die Vermittlungsdelegation um den OAS-Generalsekretär Jose Miguel Insulza forderte in ihrer Erklärung die Putschregierung von Micheletti auf, Menschen- und Bürgerrechte zu respektieren, um die Bedingungen für einen Dialog zu verbessern. Die OAS hoffe, dass die Verhandlungen dazu führten, dass die demokratische Ordnung in Honduras wiederhergestellt werde und das Land wieder in die internationale Gemeinschaft integriert werden könne.

Die OAS-Mission ist der zweite internationale Vermittlungsversuch in Honduras, seitdem Zelaya Ende Juni gestürzt und außer Landes gebracht worden war. Eine erste Vermittlungsrunde war im August ergebnislos zu Ende gegangen.

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