18.02.2018 16:19 |

Europa-Vergleich

Rundfunk-Gebühren: Welche Alternativen gibt es?

Bei der Rundfunkgebühr scheiden sich die Geister. Abschaffen oder ändern? Und wie sieht es denn im europäischen Vergleich aus?

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Objektivität gilt als höchstes Gut des Journalismus. Dementsprechend schwierig ist sie. Weil jeder auch eine Meinung hat. Objektivität wird eben auch subjektiv wahrgenommen. Die FPÖ fühlt sich vom ORF nicht objektiv behandelt. Ausgangspunkt des mittlerweile vollends ausgearteten Streits waren die Rundfunkgebühren, die seit 1998 von der GIS (Gebühren Info Service) eingehoben werden.

Wie viel bleibt dem ORF?

Wer bekommt wie viel?

Laut GIS selbst liegt Österreich im europäischen Vergleich im Mittelfeld. Der Verband der österreichischen Privatsender legt Zahlen vor, die Österreich gemeinsam mit der Schweiz an der Spitze der Gebührenzahler führt. Doch welche Alternativen gäbe und gibt es? Ein Blick auf die europäische Fernseh-Karte.

Wer verlangt wie viel?

Gebühr über Stromrechnung eingezogen
In Italien wird seit 2016 die Rundfunkgebühr zusammen mit der Stromrechnung eingezogen, ebenso in Griechenland und der Türkei.

In Deutschland wird seit 2013 ein Rundfunkbeitrag pro Haushalt eingehoben. Dieser ist, anders als in Österreich, unabhängig von der Anzahl der Geräte.

Finanzierung über Steuern
Keine Rundfunkgebühren werden unter anderem in Bulgarien, Estland, Litauen, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal, Russland, Spanien, der Ukraine, Ungarn und Zypern erhoben – den entsprechenden öffentlichen Finanzierungsanteil erhalten die Öffentlich-Rechtlichen über Steuern aus dem Staatshaushalt.

Schweiz stimmt über Abschaffung ab
Die Schweiz stimmt am 4. März über die Abschaffung der Gebühr ab. In Ungarn wurde die staatliche Presse von der Regierung „gleichgeschaltet“. Kritische, unabhängige und objektive Berichterstattung, wie sie in Österreich noch möglich ist, wird dadurch erschwert.

Clemens Zavarsky, Kronen Zeitung

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