Muss sich ändern

Kärntner liegen am öftesten und am längsten im Spital

Kärnten
02.10.2009 18:23
Die Spitalsreform in Kärnten läuft an – am Papier kaum merkbar. Denn in den elf Krankenhäusern werden insgesamt doch nur 107 Betten eingespart. Dafür muss es eine Verbesserung der Effizienz und der medizinischen Versorgung geben. Denn im Österreichschnitt liegen die Kärntner am öftesten und am längsten im Spital!

In den Spitzenjahren 2003 und 2004 lagen 31.000 Kärntner jeweils eine Woche pro Jahr im Krankenhaus. Mehr als in jedem anderen Bundesland. „Der Trend beginnt sich durch ein besseres Angebot an Tageschirurgie sowie effizienterer Operationsplanung erst langsam umzukehren“, bilanziert nun Gesundheitsreferent Peter Kaiser.

Unterdurchschnittlich sind in der österreichweiten Gesundheitsstatistik nur die Kosten: Mit 652 Euro pro Belegstag (gegenüber 732 Euro) ist Kärnten unter den billigsten Bundesländern. Das soll auch so bleiben: Die Koordination zwischen den Anstalten soll optimiert werden – gerade in der Inneren Medizin oder der Chirurgie gibt es allein in Klagenfurt zwischen LKH und Elisabethinen einiges abzugleichen.

Medizinisches Personal am Limit
Das Sparpotenzial in den Spitälern selbst sei aber weitgehend ausgeschöpft. „Wir dürfen nicht in Zahlen denken – da geht’s um Menschen und Leben“, so Kaiser. Diese Einstellung freut Ärztesprecher Boris Fugger: „Mehr sparen geht auch nicht. Wenn noch etwas gekürzt wird, trifft’s Patienten.“ Das medizinische Personal sei bereits seit Jahren am Limit.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
Symbolbild

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