Kritik aus der Steiermark ist Kanzler Faymann gewohnt - beim Thema höhere Vermögenssteuer ist er bekanntlich mehrmals mit Steiermarks SPÖ-Boss Voves zusammengekracht. Der jüngste Zusammenstoß zwischen der Steirer-SPÖ und dem Kanzler übertrifft allerdings alle bisherigen Feindseligkeiten: SPÖ-Landtagspräsident Kurt Flecker forderte Faymann nach dem SPÖ-Debakel in Oberösterreich unverblümt auf, den Hut zu nehmen, "weil er offensichtlich nicht sieht, dass er auf eine Wand zusteuert" (Bericht in der Infobox).
Diese Attacke rief am Donnerstag Wiens Bürgermeister Häupl auf den Plan. Im "Krone"-Gespräch sagte Häupl in Richtung Steirer-SPÖ: "Eine Personaldiskussion ist das Letzte, was wir brauchen. Es geht nicht an, dass der Herr Flecker den Frust über seine persönliche Situation am Parteiobmann auslässt. Ich gehe davon aus, dass Landesparteichef Voves das entsprechend zu beurteilen weiß."
Voves ließ daraufhin in puncto Rücktrittsaufforderung Fleckers an Faymann wissen, dass es sich um eine parteischädigende Einzelmeinung Fleckers handle. Noch deutlicher SPÖ-Geschäftsführer Kräuter, der selbst Steirer ist: "Das Anschütten des eigenen Parteichefs ist verantwortungslos. Flecker disqualifiziert sich damit endgültig als ernst zu nehmender Polit-Akteur."
von Peter Gnam, Kronen Zeitung










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