Dem Drogenhandel mit Kontrollen und Razzien den Kampf anzusagen bringt in der Praxis wenig, wie die Entwicklung in den vergangenen Jahren beweist. Kaum hatte die Polizei das Dealer-Unwesen am Karlsplatz einigermaßen im Griff, tauchten die verjagten Händler in der U-Bahn-Station Gumpendorfer Straße wieder auf und machten dort ungeniert ihre Geschäfte – das Problem hatte sich nur in den Nachbarbezirk verlagert.
Eine solche Entwicklung scheint sich jetzt rund um den Westbahnhof zu wiederholen: Razzien durch die Polizei brachten zwar erfreulich positive Ergebnisse, viele Dealer verschwanden von dort, dürften sich nun jedoch Verkaufsplätze in Neubau aussuchen.
"Hier muss etwas geschehen"
Daniel Sverak, stellvertretender VP-Obmann des Bezirks: "Wir bekommen immer wieder Hinweise, dass sich der Drogenhandel nach und nach in die einschlägigen Neubauer Lokale verlagert. Das können wir nicht hinnehmen, hier muss etwas geschehen. Das Problem kann nicht einfach von einem Bezirk auf den anderen abgewälzt werden."
Sverak sieht eine brauchbare Lösung nur für die ganze Stadt, nicht für einzelne Gebiete: "Wir fordern den Drogenkoordinator der Stadt Wien auf, einen Aktionsplan zu erstellen, durch den ein dauerndes Verlagern des Drogenhandels von einem Bezirk zum anderen ein für alle Mal unterbunden werden kann."
von Erich Vorrath, Kronen Zeitung
Symbolbild










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