Di, 21. August 2018

UN-Bericht zeigt:

23.01.2018 12:36

Zuwanderung aus Afrika steigt weiter an

Die Zuwanderung aus Afrika wird weiter zunehmen, wie der jüngste UN-Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zeigt. Denn in Nordafrika wird für 2018 eine extreme Arbeitslosenrate erwartet, die zu neuen Migrationswellen führen könnte.

Mit 11,5 Prozent liegt die Arbeitslosenquote in Nordafrika deutlich über den 7,2 Prozent, welche die ILO für die Subsahara kalkuliert. Dennoch ist die Lage dort problematischer als im Norden des Kontinents, denn selbst wenn man einen Job hat, reicht es oft nicht zum Leben. 35,7 Prozent aller Erwerbstätigen jenseits der Sahara verdienen weniger als 1,9 US-Dollar pro Tag und sind damit von sogenannter extremer Erwerbsarmut betroffen, berichtet die "Presse".

24,2 Prozent von ihnen verdienen immerhin zwischen 1,9 und 3,1 US-Dollar pro Tag - die ILO spricht hier von "moderater Erwerbsarmut". Zählt man diese Werte zusammen, kommt man für Subsahara-Afrika auf einen Wert von 59,9 Prozent - 232,2 Millionen Menschen! Viele von ihnen, besonders die Jungen, wollen der Armut entfliehen und machen sich auf Richtung Europa.

Ungleichheit in arabischen Ländern
Auch viele arabischen Länder stehen vor arbeitsmarkttechnischen Herausforderungen. Denn in Staaten wie Jordanien, dem Libanon, Irak oder Syrien steigt nicht nur die Zahl der Arbeitslosen, auch sind immer mehr Menschen von extremer Erwerbsarmut betroffen. Jordanien und der Libanon haben zudem mit der Integration syrischer Kriegsflüchtlinge zu kämpfen.

Im ILO-Bericht wird zwar keine Kritik an der Flüchtlingspolitik der reichen Golfstaaten geübt - dass Länder wie Bahrain, Kuwait, Katar oder Saudi-Arabien fast keine Flüchtlinge aufgenommen haben, ist allerdings bekannt. Auch tun diese Länder wenig, um ärmere arabische Länder zu unterstützen.

Europa: Niedrigster Stand seit 2008
In Europa war die Arbeitslosenquote dank des anhaltenden Wirtschaftsaufschwungs im vergangenen Jahr so niedrig wie seit 2008 nicht mehr. Sie sank im Jahresvergleich von 9,2 auf 8,5 Prozent, berichtet die ILO. Mit den Zahlen der EU sind diese Werte allerdings nicht vergleichbar. Die UN-Organisation fasst unter "Nord-, West- und Südeuropa" mehr als 30 EU- und Nachbarländer zusammen, darunter auch die Schweiz und Norwegen. EU-Staaten wie etwa Polen oder Tschechien führt die ILO in der Kategorie "Osteuropa".

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