Do, 16. August 2018

Musikwelt trauert

15.01.2018 21:37

O‘Riordan tot: „Hatte die unglaublichste Stimme“

Die internationale Musikwelt trägt Trauer: Dolores O'Riordan, Sängerin der irischen Rockband The Cranberries, ist am Montag überraschend im Alter von nur 46 Jahren verstorben. In den sozialen Netzwerken haben zahlreiche prominente Persönlichkeiten darauf mit Bestürzung reagiert. 

"Sie war ein außergewöhnliches Talent und wir fühlen uns geehrt, ein Teil ihres Lebens gewesen zu sein. Die Welt hat eine echte Künstlerin verloren", schrieben ihre Bandmitglieder auf Twitter. "Dolores O'Riordan und die Cranberries hatten einen gewaltigen Einfluss auf die die Rock- und Popmusik in Irland und international", erklärte der irische Präsident Michael D. Higgins.

Die Band Duran Duran, mit deren früherem Tourmanager Don Burton O'Riordan zwischen 1994 und 2014 verheiratet war, äußerte sich auf Twitter "tief getroffen" über den Tod der Sängerin. "Unsere Gedanken sind in dieser furchtbaren Zeit bei ihr und ihrer Familie."

"Sie hatte die unglaublichste Stimme und die erstaunlichste Präsenz. Ich bin so traurig, zu hören, dass sie gestorben ist", schrieb der aus Großbritannien stammende US-Talkshow-Moderator James Corden auf Twitter.

Durch den Hit "Zombie" weltberühmt geworden
Mit dem Hit "Zombie" stürmten die Cranberries in den 90er Jahren die Charts. Die Band war 1989 im irischen Limerick gegründet worden. Sie erlangten Ruhm mit ihrem Debütalbum "Everyone Else is Doing it, So Why Can't We?" und Hits wie "Linger" und "Just My Imagination". Das zweite Album "No Need to Argue" landete in Deutschland, Frankreich und Australien auf Platz eins und in den USA auf Platz sechs. Die Single "Zombie" wurde europaweit zum Hit.

Dolores O'Riordan litt an einer pibolaren Störung
Im Jahr 2003 trennten sich The Cranberries. In jenem Jahr sei ihr Sohn fünf Jahre alt gewesen, ihre Tochter zwei, erzählte die Sängerin im Jahr 2012 der Nachrichtenagentur AFP. "Ich habe sie mit uns auf Tour genommen und gemerkt, dass das nicht gut für sie war. Und außerdem waren wir in kreativer Hinsicht festgefahren. Wir brauchten eine Pause." O'Riordan startete eine Solokarriere, doch 2009 fand die Band wieder zusammen. Im vergangenen Jahr veröffentlichte sie das Album "Something Else" - und musste wegen Rückenproblemen ihrer Sängerin 14 Konzerte absagen. Für Schlagzeilen hatte O'Riordan 2014 gesorgt: Sie räumte einen tätlichen Angriff auf Polizisten und einen Flugbegleiter während eines Fluges von New York nach Irland ein. Ein Jahr später teilte sie Medienberichten zufolge mit, an einer bipolaren Störung zu leiden.

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