19.09.2002 12:02 |

Sehende Autos

Technik gegen Sekundenschlaf

Autohersteller arbeiten intensiv an Systemen, mit denen die Aufmerksamkeit des Fahrers überwacht werden kann.
Müdigkeit am Steuer kann tödlich enden!Selbst wenn die Lider nur für wenige Augenblicke zufallen,kann es schon zu spät sein. Jeder vierte tödliche Unfallauf der Autobahn lässt sich auf den berüchtigten Sekundenschlafzurückführen.
 
Autohersteller arbeiten intensiv an Systemen, mitdenen die Aufmerksamkeit des Fahrers überwacht werden kann.Wie weit die Forschungen dabei gediehen sind, hat jüngstBMW in München vorgestellt. BMW hat gemeinsam mit der UniversitätWürzburg einen Aufmerksamkeits-Assistenten entwickelt, derdem Fahrer mit einer kleinen Kamera tief in die Augen schaut.Wann immer die Lidschläge häufiger, aber langsamer werdenund gleichzeitig die Öffnung der Augen schrumpft, schließtder Bordrechner nach Angaben von BMW-Forscher Raymond Freimannauf einen müden Fahrer und beginnt sein Warnprogramm. ImNormalfall zeigen die beiden Leuchtdioden im Cockpit "Grün".Lässt die Aufmerksamkeit nach, geht die Signallampe auf "Gelb",bevor sie kurz vor dem kritischen Moment auf "Rot" springt undden Fahrer endgültig zur Pause gemahnt.
 
Während BMW an die Vernunft des Fahrers appelliert,denkt man bei Audi ein Stück weiter. So können sichdie Entwickler in Ingolstadt nach Angaben der Presseabteilungfür die Vision des unfallfreien Fahrens im "sehenden Auto"durchaus vorstellen, dass der Fahrer durch ein dezentes Zitternim Lenkrad oder ein deutliches Rattern auf seinen Fahrfehler aufmerksamgemacht und zurück auf den rechten Kurs gebracht wird.
 
Auch wenn Tipps und Tricks, wie Cola, Kaffe undEnergydrinks der Sekundenschlaf hinauszögern lässt,warnen warnen Experten von Automobilclubs, Fahrzeugherstellernund Universitäten gleichermaßen, wirklich helfen kanngegen Müdigkeit am Steuer nur der Schlaf - zur Not auf demnächsten Parkplatz.
Dienstag, 11. Mai 2021
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